Buchvorstellung „St. Viktor. Baugeschichte und Stiftsbauten“.

LVR-Denkmalpflege krönt die Stiftskirche am Niederrhein mit Großinventar.

St. Viktor in Xanten. Buchvorstellung "St. Viktor. Baugeschichte und Stiftsbauten". LVR-Denkmalpflege. Foto: Helmut Sonnenhol
Bei der Buchvorstellung v.l.n.r.: Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke (Herausgeberin), Dr. Godehard Hoffmann (Autor und Wissenschaftlicher Referent), Dompropst Stefan Notz, Antoinette Freifrau von Elverfeldt-Ulm (Vorsitzende des Xantener Dombauvereins), Prof. Dr. Thomas Flammer (Diözesankonservator „Kirchliche Kunst- und Kulturgüter“ und Leiter der Abteilung Kunst und Kultur Bistum Münster)

Schon von Ferne zeichnen sich die beiden Türme der Xantener Stiftskirche St. Viktor vor dem weiten, niederrheinischen Himmel ab. Die bleistiftspitzen gotischen Helme über dem robusten romanischen Turmpaar krönen seit dem Mittelalter die Stadtsilhouette. Was macht die als Dom bezeichnete Kirche aus? Warum wurde sie auf einem römischen Gräberfeld errichtet? Welche Gebäude gehörten zum mittelalterlichen Stiftsbezirk? Und wieso kann man St. Viktor in Xanten als kleinen Bruder des mächtigen Kölner Doms sehen, der doch das Wahrzeichen einer Millionenstadt ist?

St. Viktor in Xanten. Buchvorstellung "St. Viktor. Baugeschichte und Stiftsbauten". LVR-Denkmalpflege. Foto: Helmut Sonnenhol

Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um die vielschichtige Entstehungs- und Baugeschichte des Xantener Doms bietet die frisch gedruckte Publikation „St. Viktor. Baugeschichte und Stiftsbauten“. Es handelt sich um den zweiten Band eines dreibändigen Großinventars, das sich den Bau- und Kunstdenkmälern der Stadt Xanten widmet.

Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke, Leiterin des LVR-Amts für Denkmalpflege im Rheinland, als Herausgeberin: „Erstmalig wird die Baugeschichte des Xantener Doms in allen Facetten und über alle Bauphasen zusammenhängend dargestellt. Damit würdigt die Denkmalpflege die herausragende Bedeutung des Baudenkmals Xantener Dom und seiner Stiftsbauten als Zeugnis großer romanischer und gotischer Baukunst weit über den Niederrhein hinaus.


Es ist ja auch die lange Entstehungsgeschichte, die schon auf ein Jahrzehnt zurück geht. Es ensteht eine unglaublich lange Bearbeitungszeit für so ein Buch, da kommen neue Forschungsansätze hinzu, die dort eingearbeitet werden müssen.

Das Buch:
Stadt Xanten
Band 2 - St. Viktor. Baugeschichte und Stiftsbauten
Rainer Schiffler (+) und Godehard Hoffmann
Michael Imhof Verlag, Petersberg 2025
480 Seiten, ca. 450 Farb- und SW-Abbildungen
ISBN 978-3-7319-1529-4
99 Euro
https://www.imhof-verlag.de/stadt-xanten-band-2-st-viktor-baugeschichte-und-stiftsbauten/
St. Viktor in Xanten. Buchvorstellung "St. Viktor. Baugeschichte und Stiftsbauten". LVR-Denkmalpflege. Foto: Helmut Sonnenhol

Kapitalsaal, Stiftsschule, Kellnerei und Stiftsbibliothek gehören zu den ehemaligen Stiftsbauten, die den nördlich der Kirche gelegenen Kreuzgang umgeben. Ihre Entstehungsgeschichte beleuchten die Autoren Rainer Schiffler (+) und Dr. Godehard Hoffmann (rechts im Bild) ebenso wie die Baugeschichte der Vorgängerbauten der Stiftskirche, die auf römische Grabbauten zurückgingen.

Die auf Basis reicher Archivalien verfasste Publikation ist voraussichtlich das letzte Großinventar, das die Denkmalpflege im Rheinland herausgibt. Es adelt die Bau- und Kunstdenkmäler der vor allem im Mittelalter geprägten Stadt Xanten mit St. Viktor im Mittelpunkt auf einzigartige Weise.

Dompropst Stefan Notz präsentiert Band 2 – Stadt Xanten


Nun stellen wir einen zweiten Band vor, der nur der Architektur des Doms gewidmet ist und der anschließenden Stiftsbauten, die sich um den Kreuzgang gruppieren. Wir planen einen dritten Band über die Ausstattung des Doms.


Die Chorgitter sehen wie Stein aus, sind aber aus Holz (linkes Foto).

Sie sehen dort diese eisernen Haken. Diese Haken befinden sich in einem Bereich, wo mit ganz großer Sicherheit eine hölzerne Trennwand gestanden hat (rechtes Foto).

Dr. Godehard Hoffmann

Noch ein paar Fotos:

denkmalpflege.lvr.de