Zum 100. Geburtstag von Andrzej Wajda: Neue Sonderausstellung im Filmmuseum.
Polnisches Institut zeigt zwei weitere Ausstellungen/ Begleitende Filmreihe in der Black Box.

Zum 100. Geburtstag von Andrzej Wajda würdigen das Filmmuseum Düsseldorf, das Polnisches Institut Düsseldorf und das Museum für Japanische Kunst und Technik Manggha Leben und Werk des bedeutenden polnischen Film- und Theaterregisseurs.

Die Sonderausstellung „Andrzej Wajda: Exhibition“ im Filmmuseum Düsseldorf, Schulstraße 4, eröffnet am Freitag, 20. Februar 2026, um 18 Uhr. Ab Samstag, 21. Februar 2026, ist sie regulär zugänglich und läuft bis zum 30. August 2026. Die Schau zeichnet Wajdas filmisches Werk chronologisch und in thematischen Kapiteln nach, verortet es im kulturhistorischen Kontext und beleuchtet seine Bezüge zu Theater, bildender Kunst und Literatur. Konzipiert wurde die Ausstellung gemeinsam mit dem Manggha Museum in Krakau.

Begleitend zeigt das Filmmuseum eine umfassende Filmreihe im hauseigenen Kino Black Box mit monatlich wechselnden Schwerpunkten sowie vielfältige Angebote der Filmbildung. Anmeldungen zur Eröffnung sind per E-Mail an filmmuseum@duesseldorf.de möglich.
Wajda prägte maßgeblich die „Polnische Filmschule“ und setzte sich in seinen Werken intensiv mit Geschichte, Erinnerung und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander. Für sein Gesamtwerk wurde er unter anderem mit einem Ehrenoscar ausgezeichnet. Mit dem Andrzej-Wajda-Jahr 2026 setzen Düsseldorf und Krakau ein Zeichen für das europäische Kulturerbe und den lebendigen Dialog zwischen Film, Kunst und Gesellschaft.
Zwei Schwerpunkte im Polnischen Institut
Auch das Polnische Institut Düsseldorf, Citadellstraße 7, beteiligt sich mit zwei Ausstellungen: Die Plakatausstellung „Andrzej Pągowski – Wajda AUFS NEUE“ präsentiert 60 neu geschaffene Plakate zu Spiel- und Dokumentarfilmen sowie 14 Arbeiten zu Fernsehspielen in der Regie Wajdas. Die Eröffnung ist am 12. März 2026 um 19 Uhr; die Ausstellung läuft bis zum 29. Mai 2026.
Vom 15. April bis 15. August 2026 zeigt das Polnische Institut zudem „Crossing Cultures – Japan in Krakau“. Die Ausstellung gibt einen repräsentativen Einblick in die Sammlungen des Manggha Museums und versteht sich als Beitrag zum interkulturellen Dialog zwischen Ost und West. 1987 erhielt Wajda den Kyoto-Preis. Das Preisgeld investierte er gemeinsam mit seiner Frau Krystyna Zachwatowicz in die Gründung der Stiftung Kyoto–Kraków. Ziel war der Bau eines Museums zur Präsentation der Sammlung japanischer Kunst von Feliks Jasieński. 1994 eröffnete in Krakau das Manggha Museum – entworfen vom Architekten Arata Isozaki.
Die Ausstellung „Andrzej Wajda: Exhibition“ wird vom Ministerium für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen mitfinanziert und steht unter der Ehrenschirmherrschaft der Ministerin für Kultur und Nationales Erbe. Partner und Förderer ist die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Kooperation mit dem Dokumentar- und Spielfilmstudio (WFDiF), Warschau.

Filmreihe zu „Andrzej Wajda: Exhibition“ in der Black Box – Kino im Filmmuseum
Februar – Die Unschuldigen Zauberer (1960)
März – Fokus: Kriegs-Trilogie: Eine Generation (1955); Der Kanal (1957); Asche und Diamant (1958)
April – Fokus: Der moderne Wajda: Alles zu verkaufen (1969); KORCZAK (1990)
Mai – Fokus: Revolution!: Danton (1983); Der Mann aus Marmor (1977); Der Mann aus Eisen (1981); Das gelobte Land (1975) Mit Publikumsgespräch mit Andrzej Seweryn, Schauspieler und Generaldirektor des Teatr Polski in Warschau.
Juni – Fokus: Erinnerung und Reflexion: Das Birkenwäldchen (1970); Die Mädchen von Wilko (1979); Afterimage (2016)
Weitere Informationen zu der Filmreihe und die genauen Termine gibt es unter https://www.duesseldorf.de/filmmuseum/black-box

