Wechselseitig – Anleitungen zur Fürsorge. Vom 24. August bis 28. September 2025.

Mutual Archives: Wechselseitig - Anleitungen zur Fürsorge - Foto: Helmut Sonnenhol

Alex Graf, Max Graf, Katharina Janz, Aylin Ismihan Kabakci, Lucien Liebecke, Vitus Lux, Antonia Prinz, Ziran Sha Pei, Paula Slomke, Amelie Uliczka und Lea Weeber bilden die Gruppe Mutual Archives (Archive des Wechselseitigen) der Klasse Maximiliane Baumgartner an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihre Arbeiten enststehen im kollektiven Prozess. Mit Wechselseitig-Anleitungen zur Fürsorge realisieren sie eine künstlerische Intervention in der Ausstellung Contact M von Park McArthur (US-Künstlerin). Kurz angemerkt: Die Ausstellung ist, genauso wie die Arbeiten von „Mutual Archives“), bis 28. September 2025 im Museum Abteiberg zu sehen.

Mutual Archives: Wechselseitig - Anleitungen zur Fürsorge - Foto: Helmut Sonnenhol

Wechselseitig – Anleitungen zur Fürsorge untersucht, wie künstlerische Räume geschaffen werden können, in denen Abhängigkeiten als ein wertvoller Bestandteil von Beziehungen sichtbar wird. Die Ausstellung der Gruppe Mutual Archives versteht sich als eine Einladung zum Dialog über Verletzlichkeit, Sorgearbeit und Alternativen zum normativen Denken. Im Zentrum steht die Idee des Mutualismus – ein Denken von Gegenseitigkeit, das kollektive Prozesse betont und Verantwortung teilt.

Diese Werke sind im Austausch miteinander entstanden. Die Werke sind in Gruppen von drei bis vier Studierenden entstanden. Das ging immer im gegenseitigen Austausch. Es hat jemand etwas vorgegeben und darauf haben die anderen aus der Gruppe reagiert. Also war es immer eine Gruppenarbeit und eine gemeinschaftliche Arbeit. Thema ist das Wort „Abhängigkeit“ und nicht immer nur im negativen zu sehen, sondern es soll verdeutlichen, dass wir immer in Abhängigkeit zueinander stehen. Und das ist kein Nachteil, man kann auch Verantwortung teilen, Fürsorge füreinander geben.

Entstanden sind eigentlich sehr intime, interaktive Skulpturen, die in den meisten Fällen auf einer Bettdecke und einem Kissen basieren. Das erinnert auch immer an einen Rückzugsort, der aber auch mit der Pflege verbunden wird. Die Werke sind wie gesagt interaktiv, man soll sich auch den Werken begegnen. So begegnet man vielleicht auch anderen persönlichen Geschichten von Fürsorge, von Abhängigkeiten, Verletzlichkeit. Die Besucherinnen und Besucher werden angeregt, neue Geschichten hinzuzufügen… Es gibt zu jeder dieser Werke eine Anleitung.

Mutual Archives: Wechselseitig - Anleitungen zur Fürsorge, Museum Abteiberg - Foto: Helmut Sonnenhol
„Wie ein Gullideckel in deiner Tasche“: Amlie Uliczka, Katharina Janz, Antonia Prinz

Alke Heykes,, Wissenschaftlicher Volontär im Museum Abteiberg

Mit textilen Installationen in Form von „Soft Sculptures“, die aus Kissen und Decken bestehen, entstehen Erfahrungsräume, die das Publikum zur aktiven Teilnahme einladen und Fragen nach Wohlbefinden, Körperwahrnehmung und Fürsorge stellen. Die Werke sind keine abgeschlossenen Objekte, sondern Spuren eines gemeinsamen Prozesses, geprägt von Reibung, Übersetzung und Veränderung.

Die Eröffnung findet am 24. August 2025 um 14 Uhr statt.

museum-abteiberg.de