Die Spielzeit 2026/2027.
30 Jahre gibt es die Neue Philharmonie Westfalen bereits – sie ist heute fester Bestandteil der Kulturlandschaft im Kreis Unna. Ein Blick zurück auf 30 Jahre Sinfoniekonzerte, Kammermusik und immer wieder neue und spannende Formate. Ein Jubiläums-Programm verheißt auch immer besondere Highlights.
Kurze Geschichte der Neuen Philharmonie Westfalen
Die Neue Philharmonie Westfalen (NPW) entstand 1996 durch die Fusion zweier Orchester und ist heute mit rund 120 Mitgliedern eines der größten Orchester Nordrhein‑Westfalens sowie das größte Landesorchester des Bundeslandes. Pro Saison spielt das Ensemble etwa 300 Veranstaltungen, darunter Sinfoniekonzerte, Opernaufführungen am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen sowie vielfältige Konzertformate von Barock bis Moderne, inklusive Crossover‑Projekten.
Getragen wird die NPW von Gelsenkirchen, Recklinghausen und dem Kreis Unna, zusätzlich gefördert vom Land NRW und dem Landschaftsverband Westfalen‑Lippe. Dadurch tritt das Orchester regelmäßig auch in Städten ohne eigenes Sinfonieorchester sowie in großen Konzertsälen wie Dortmund, Essen oder Köln auf. Tourneen führten es u.a. in die Alte Oper Frankfurt und 2019 erstmals in die Elbphilharmonie Hamburg.
Die NPW arbeitet häufig mit renommierten Solistinnen und Solisten sowie Schauspielerinnen und Schauspielern zusammen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Musikvermittlung, etwa durch Kooperationen mit Schulen und Projekte für Kinder, Jugendliche und Familien.
Seit 2014 prägt Generalmusikdirektor Rasmus Baumann das Orchester mit neuen Konzertformaten und erweiterten Crossover‑Programmen. 2023 wirkte die NPW erstmals bei der Verleihung des Hurz‑Comedypreises mit.
Die Jubiläumsspielzeit 2026/2027 wurde in einer Pressekonferenz am 17. Juni 2026 in der Konzertaula in Kamen vorgestellt.

Die Spielzeit 2026/2027 beginnt unter freiem Himmel mit drei Open-Air-Konzerten von Baumanns Hitparade. Ein Programm, das die Freuden der klassischen Musik mit Highlights aus Filmmusik und mehr kombiniert. Klassik-Stars wie Mozart und Grieg treffen auf Ikonen der Filmmusik wie John Williams und Hans Zimmer.

Höhepunkte sind wieder die Sinfoniekonzerte: In neun verschiedenen Programmen wird das Beste, was klassische Musik zu bieten hat, zusammen mit herausragenden Solistinnen und Solisten auf die Bühne gebracht. Ob musikalische Reisen mit Erich Wolfgang Korngold und Leonard Bernstein nach Hollywood oder mit John Williams und Gustav Holst zu den Sternen.

Generalmusikdirektor Prof. Rasmus Baumann
Das Wort neu ist schon ganz oft gefallen und was am allerneuesten ist, ist diese CD. Wir haben schon mehrmals mit Uwaga zusammen musiziert. Das sind Jazzmusiker, klassische Musiker. Der Akkordeonist von den beiden, kommt aus Serbien und die nehmen sich immer Musik und packen die in einen Fleischwolf, drehen einmal kräftig und es kommt was Neues bei raus. Im Sommer 2024 waren Uwaga zuletzt bei uns zu Gast im Konzert und das war wieder so hinreißend, dass ich gesagt habe, wir müssen über ein langes Folgeprojekt sprechen. Und in der Konzertpause, tatsächlich im Backstage-Bereich, habe ich sie gefragt: „Habt ihr eigentlich mal Oper gespielt?“ „Nein, haben wir noch nicht gemacht“, war die Antwort. Dann müssen wir das machen. Dann haben wir uns zusammengesetzt und haben überlegt, was sind die bekanntesten Opernmelodien, die man mal in der ganz persönlichen musikalischen Sprache neu setzen könnte. Und so ist die Idee zu der CD „Oper Recomposed“ entstanden. Ist auch natürlich bei den normalen Streaming-Diensten zu hören. Wir hatten jetzt am Sonntag unser erstes Konzert in der Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen. Und was mich total erstaunt hat, das war fast ausverkauft und wir hatten dreimal Standing Ovations am Ende des Konzerts. Es hat die Leute wirklich von den Sitzen gerissen.

„Vielleicht noch mal eine Ergänzung, weil mir das noch mal besonders wichtig ist. Das wäre vielleicht vor, ich sage mal, zwanzig Jahren nicht vorstellbar gewesen, dass man tatsächlich als so ein hochkarätiges Orchester auch sagt, wir machen Arbeiten mit Schülern und mit Kindern. […] Man muss die Kinder heranführen. Das ist noch mal auch eine andere Art und Weise, als wir das vielleicht früher hatten, dass ein hochkarätiges Orchester, junge Menschen dafür begeistert. Das finde ich noch mal ganz besonders und von daher auch noch mal an das Orchester und an den Generalmusikdirektor vielen Dank.“
Elke Kappen, Bürgermeisterin der Stadt Kamen
Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.neue-philharmonie-westfalen.de – auch mit dem neuen Spielzeitheft 2026/2027 zum Download.

