- 12.10.2026: IGA 2027-Benefizspiel: Kicken für den guten Zweck
- 11.10.2026: Tagestickets für die IGA 2027 ab sofort erhältlich
- 25.09.2026: „ICONICS“ feiert umjubelte Premiere im RevuePalast Ruhr
- 14.09.2026: Marie Jacquot Antrittskonzert am 18. September 2026
- 03.09.2026: Kürbisfestival 2026 Gartenschau Bad Lippspringe
- 03.09.2026: Neues kreatives Kursangebot für Kinder im Museum Folkwang
- 28.08.2026: Höxter wird im Oktober zum Jurassic Park
- 03.08.2026: Neuer IGA-Radweg
- 09.07.2026: Ruhrtriennale U30 Preview
- 08.07.2026: Der Ruhrpott zeigt Farbe
- 19.06.2026: Mini-Ausstellung im Archäologiepark Höxter
- 18.06.2026: IGA 2027 plant Weltrekord im Ruhrgebiet
- 15.06.2026: Festivalreihe Ferromone
- 08.06.2026: Neanderthal Museum bringt WM-Fieber in die Steinzeit
- 03.06.2026: IGA 2027-Roadshow unterwegs im Ruhrgebiet
- 02.06.2026: 100 Jahre U-Turm in Dortmund
IGA 2027-Benefizspiel: Kicken für den guten Zweck
Ruhrpotthelden treffen am 17. Oktober auf den SV Wacker Obercastrop – Werner Hansch kommentiert – Spenden und Trikotversteigerung für das Kinderhospiz Sonnenherz.
Fußball, Ruhrgebiets-Prominenz und gemeinsames Engagement für den guten Zweck: Am Samstag, 17. Oktober 2026, lädt die IGA 2027 Ruhrgebiet zum IGA 2027-Benefizspiel in die Erin-Kampfbahn in Castrop-Rauxel ein. Auf dem Platz trifft die Ü40-Mannschaft des heimischen SV Wacker Obercastrop 29/65 e.V. auf die Ruhrpotthelden. Anstoß ist um 14 Uhr, Einlass und Öffnung der Stände bereits um 12 Uhr. Der Eintritt erfolgt gegen eine freiwillige Spende zugunsten des Kinderhospizes Sonnenherz in Dortmund-Westrich.

Prominente kicken für den guten Zweck
Die Ruhrpotthelden sind eine Gemeinschaft aus ehemaligen Profisportlern, Unternehmern und bekannten Persönlichkeiten um Gründer Ingo Anderbrügge aus dem Ruhrgebiet. Bei ihren regelmäßigen Fußballspielen sammelt die Mannschaft Spenden und unterstützen damit Kinder sowie soziale Einrichtungen und Projekte. Für das IGA 2027-Benefizspiel haben sich neben Schalke-Legende und Eurofighter Anderbrügge u.a. auch Lokalmatador und TV-Moderator Micky Beisenherz angekündigt.
Werner Hansch kommentiert
Für echtes Stadiongefühl sorgt eine der bekanntesten Stimmen des deutschen Fußballs: TV-Kommentatoren-Legende Werner Hansch begleitet das Benefizspiel als Moderator und kommentiert das Geschehen auf dem Platz für die Zuschauerinnen und Zuschauer.
Das IGA 2027-Benefizspiel ist Teil der Kooperation zwischen der IGA 2027 Ruhrgebiet und den Ruhrpotthelden. Gastgeber vor Ort ist der SV Wacker Obercastrop, der das Spiel gemeinsam mit seinen zahlreichen ehrenamtlich Engagierten in der traditionsreichen Erin-Kampfbahn austrägt.
Trikotversteigerung für das Kinderhospiz Sonnenherz
Auch abseits des Spielfelds steht der gute Zweck im Mittelpunkt. Die freiwilligen Eintrittsspenden kommen dem sich derzeit im Bau befindenden Kinderhospiz Sonnenherz in Dortmund-Westrich zugute. Direkt nach Abpfiff des Spiels gegen 16 Uhr werden außerdem Trikots der Ruhrpotthelden versteigert. Die Versteigerung übernehmen Ingo Anderbrügge und Elisabeth Grümer von der Elisabeth Grümer Hospiz-Stiftung. Auch dieser Erlös geht an das Kinderhospiz.
Alle Informationen zum Benefizspiel: https://www.iga2027.ruhr/service/veranstaltungen/detailansicht-iga/iga-2027-benefizspiel/
Das Ruhrgebiet blüht auf: Tagestickets für die IGA 2027 ab sofort erhältlich
178 Tage Gartenkunst, Kultur und Industrienatur – ein Ticket für drei Zukunftsgärten inklusive Nahverkehr
Der Countdown für einen besonderen Sommer im Ruhrgebiet läuft: Ab sofort sind Tagestickets für die Internationale Gartenausstellung 2027 erhältlich. Vom 23. April bis 17. Oktober kommenden Jahres lädt die Region Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus ein, das Ruhrgebiet neu zu entdecken. Wo einst Kohle gefördert und Stahl produziert wurde, entstehen außergewöhnliche Gartenlandschaften und neue Orte für Kultur, Freizeit und Begegnung. Rund 6.000 Veranstaltungen begleiten die Ausstellung. Erstmals findet eine Internationale Gartenausstellung in einer gesamten Metropolregion statt.

Mit dem Start des Tagesticketverkaufs können Besucherinnen und Besucher ihren Ausflug oder ihre Reise ins Ruhrgebiet frühzeitig planen und bleiben bei der Wahl ihres Besuchstages flexibel: Die Tagestickets sind nicht an ein bestimmtes Datum gebunden. Sie ermöglichen an einem Tag den Besuch aller drei eintrittspflichtigen Zukunftsgärten in Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund. Außerdem kann der Besuch der IGA-Zukunftsgärten Lünen und Emscherland geplant werden. Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in den regionalen Verbundgebieten von VRR und WestfalenTarif ist im Tagesticket enthalten. Von Viersen bis Höxter und von Rommerskirchen bis Minden ist die Nutzung des ÖPNV somit kostenfrei.
„Wir laden die Menschen aus ganz Deutschland und darüber hinaus ein, mit uns einen Sommer voller Entdeckungen zu erleben. Das Ruhrgebiet hat sich immer wieder neu erfunden. Zur IGA 2027 zeigen wir, wie viel Schönheit, Lebensfreude und Zukunft in dieser Region stecken. Zwischen großen Gärten, Kunst und beeindruckenden Zeugnissen unserer Industriegeschichte schaffen wir Orte, an denen Menschen zusammenkommen und eine gute Zeit miteinander verbringen. Als Gastgeberin freuen wir uns auf alle, die neugierig auf dieses Ruhrgebiet sind – und auf die Begegnungen, die daraus entstehen. Mit dem Start des Tagesticketverkaufs wird aus der Vorfreude eine konkrete Verabredung: Wir sehen uns 2027 im Ruhrgebiet“, sagt Hanspeter Faas, Sprecher der Geschäftsführung der IGA 2027 Ruhrgebiet.
Von großen Blütenbildern bis zu bekannten Bühnenacts
Auf mehr als 33.000 Quadratmetern gärtnerischer Ausstellungen entfaltet sich die Vielfalt der IGA: Rosen und Stauden, außergewöhnliche Pflanzenraritäten und aufwendig gestaltete Blumenhallenschauen treffen auf Wassergärten, schwimmende Beete und einzigarte Industriearchitektur. Über Frühling, Sommer und Herbst entstehen immer neue Farben und Gartenbilder. Dazu kommt ein Programm, das weit über den Garten hinausreicht: KAMRAD und Glasperlenspiel, die Neue Philharmonie Westfalen und die Deutsche Oper am Rhein gehören ebenso dazu wie Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“, den das Schauspiel Dortmund unter freiem Himmel an der Kokerei Hansa inszeniert. Jeden Tag erwartet die Gäste in den Zukunftsgärten Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund Programm. Lichtkunst, Tanz, Sport und Familienangebote ergänzen den IGA-Sommer.

„Gartenkunst kann staunen lassen, inspirieren und den Blick auf die Natur verändern. Unsere Gärtnerinnen und Gärtner und die Floristikteams schaffen dafür eindrucksvolle Blütenbilder, die sich vom Frühjahr bis in den Herbst immer wieder wandeln. Zugleich eröffnen drei unterschiedliche Kunstkonzepte neue Perspektiven auf unsere Zukunftsgärten: der Internationale Skulpturengarten in Duisburg, die Ausstellung ‚spark – from work to progress‘ mit 16 künstlerischen Positionen aus Nordrhein-Westfalen auf der Kokerei Hansa in Dortmund – viele davon eigens für die IGA entwickelt – und ein Klangkunstparcours mit Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler in Gelsenkirchen. Dazu kommen Musik, Theater und ein großartiges Liveprogramm. Ich freue mich auf die Menschen, die wegen der Gärten zu uns kommen und dabei die Kunst entdecken – oder nach einem Konzertbesuch Lust bekommen, am nächsten Tag durch unsere Gärten zu streifen“, so Hanspeter Faas.
Ein Tag, viele Möglichkeiten
Blühende Gartenlandschaften entdecken, Kunst vor industrieller Kulisse erleben oder den Besuch mit einem Konzert verbinden: Die Tageskarte eröffnet vielfältige Möglichkeiten, den ganz persönlichen IGA-Tag zu gestalten. Florale Inszenierungen, wechselnde Blumenhallenschauen, Ausstellungsbeiträge und das Veranstaltungsprogramm sind ohne zusätzliche Eintrittsgelder enthalten. Wer möchte, kann an einem Tag mehrere Zukunftsgärten besuchen und dabei unterschiedliche Seiten der Region kennenlernen.
Verschiedene Ticketkategorien eignen sich ebenso für einen Tagesausflug wie als Baustein einer längeren Ruhrgebietsreise – und als Geschenk für Menschen, mit denen man 2027 Zeit verbringen möchte. Die Dauerkarte ermöglicht den täglichen Eintritt über die gesamte Laufzeit der IGA. Tickets und Gutscheine sind online unter www.iga2027.ruhr sowie an ausgewählten Vorverkaufsstellen erhältlich.
Fünf Zukunftsgärten als Einladung, die Region neu zu entdecken
Die IGA 2027 verbindet Gartenkunst und Pflanzenvielfalt mit Industriekultur, internationaler Kunst und einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm. Ihre fünf Zukunftsgärten liegen im RheinPark Duisburg, im Nordsternpark Gelsenkirchen, an der Kokerei Hansa in Dortmund, im Landschaftspark Viktoria in Lünen und im Emscherland zwischen Castrop-Rauxel und Recklinghausen.
Unter der Leitfrage „Wie wollen wir morgen leben?“ zeigt die Ausstellung zugleich, wie Grün unsere Städte lebenswerter machen kann. Weitere Garten- und Parkprojekte in den Kommunen sowie private Initiativen tragen die IGA in die gesamte Region. Erwartet werden rund 3,1 Millionen Besuche.
Einblicke in die entstehenden Zukunftsgärten
Begleitet wurde der Verkaufsstart am 10. Oktober von einem kostenlosen Baustellen- und Familienfest in allen fünf Zukunftsgärten. Unter dem Motto „Wir blühen vor“ haben sich rund 5.000 Besucherinnen und Besucher über die Schauplätze der kommenden Gartenausstellung informiert. Führungen, Musik und Mitmachangebote gaben einen Vorgeschmack auf das, was die Gäste 2027 erwartet.
Mit dem gestarteten Tagesticketverkauf reicht diese Einladung nun weit über die Region hinaus: Der nächste Ausflug, ein gemeinsames Wochenende oder eine Reise ins Ruhrgebiet können schon heute mit der Vorfreude auf die IGA beginnen.
Informationen zur IGA 2027 und zum Ticketverkauf: www.iga2027.ruhr
Große Stimmen, große Ikonen: „ICONICS“ feiert umjubelte Premiere im RevuePalast Ruhr
Tempo, Tanz, Artistik und große Bilder: Die zweite Eigenproduktion am neuen Standort im Gysenberg begeistert das Premierenpublikum. Marvin Boettcher: „Wir sind gekommen, um zu bleiben!“
Große Stimmen, spektakuläre Artistik, mitreißende Tanzeinlagen und jede Menge Glamour: Mit einer gefeierten Premiere ist „ICONICS“ am Donnerstag, 24. September, im RevuePalast Ruhr gestartet. Die zweite Eigenproduktion am neuen Standort im Herner Gysenberg nahm das Publikum mit auf eine rasante Reise durch die Welt der großen Ikonen der Musik- und Showgeschichte. Am Ende gab es viel Applaus – und auf der Bühne auch die eine oder andere Freudenträne.

„Let’s get loud“ lautete das Motto des Abends – und „ICONICS“ hielt Wort. Travestie und Drag, Livegesang, Akrobatik und Tanz griffen ineinander, schnelle Übergänge verbanden die einzelnen Bilder zu einer temporeichen Revue. Aufwendige Kostüme, Choreografien und immer neue optische Überraschungen ließen eine Ikone nach der anderen auf der Bühne auferstehen.
Von Boney M. bis Freddie Mercury
Musikalisch führte der Abend quer durch Jahrzehnte und Genres. Carlos und Ivaldo de Castro ließen mit „Daddy Cool“ Boney M. wieder auferstehen, Britney Spears durfte ebenso wenig fehlen wie große Samba-Bilder. Roxy führte als Conférencier durch den Abend und überzeugte auch live am Mikrofon.

Ein neues Gesicht feierte dabei seine Premiere in einer Eigenproduktion des RevuePalast Ruhr: Aria Viderci. Die Drag-Künstlerin hatte beim großen Casting im Mai überzeugt und gehört seitdem fest zum Ensemble. Gemeinsam mit Roxy sorgt sie dafür, dass Travestie und Drag nun im Doppelpack auf der Bühne des Palastes zu erleben sind.
Für spektakuläre Momente sorgten Dany und Nastya. Das Artistenduo aus der Ukraine schwebte bei seinen Luftakrobatik-Nummern hoch über der Bühne und begeisterte das Publikum mit Präzision, Eleganz und Körperbeherrschung.
Zum großen Finale wurden schließlich Freddie Mercury und Montserrat Caballé lebendig. Mit „Barcelona“ und „I Was Born to Love You“ steuerte die Show auf ihren emotionalen Schlusspunkt zu, bevor das Ensemble mit einer Zugabe endgültig den Premierenabend besiegelte.
„Wir sind gekommen, um zu bleiben!“
Für Palastdirektor Marvin Boettcher war die Premiere zugleich ein besonderer Moment für das gesamte Ensemble. Über Monate waren Stimmen trainiert, Choreografien einstudiert, Kostüme angepasst und an den einzelnen Bildern gefeilt worden.

Nach dem Finale dankte Boettcher seinem Team auf der Bühne: „Was ihr hier auf die Beine gestellt habt, sucht seinesgleichen. Wir sind gekommen, um zu bleiben!“ Der Satz war dabei mehr als nur ein Lob für die neue Produktion.
Nach dem Umzug des RevuePalast Ruhr in den Gysenberg und der Eröffnung des neuen Hauses im März setzt „ICONICS“ nun das nächste Ausrufezeichen am neuen Standort. Nach dem Schlussapplaus und einigen Freudentränen auf der Bühne war jedenfalls klar: Die Ikonen sind im Gysenberg angekommen.
Weitere Informationen, Tickets & Gutscheine:
www.revuepalast-ruhr.com
Alle Fotos: © Marco Stepniak/RevuePalast Ruhr
Marie Jacquot startet mit „Aufbruch“ als neue Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters
Antrittskonzert am 18. September 2026 in der Kölner Philharmonie eröffnet eine neue Ära.
Mit einem Konzert unterschiedlichster Klangfarben und musikalischer Entdeckungen beginnt für das WDR Sinfonieorchester und sein Publikum ein neues Kapitel: Am 18. September 2026 gibt Marie Jacquot ihr offizielles Antrittskonzert als Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters. Unter dem programmatischen Titel „Aufbruch“ eröffnet die französische Dirigentin die Saison 2026/27 in der Kölner Philharmonie.

Dr. Katrin Vernau, Intendantin des WDR: „Marie Jacquot verbindet künstlerische Exzellenz mit Neugier, Offenheit und mit der besonderen Fähigkeit, Menschen zu begeistern und ihnen neue Zugänge zur Musik zu eröffnen. Ich freue mich sehr auf die Konzerterlebnisse, die sie mit dem WDR Sinfonieorchester schaffen wird – Erlebnisse, die unser Publikum bewegen, inspirieren und zusammenbringen.“
Bereits das Eröffnungskonzert zeigt, wofür Marie Jacquot als Künstlerin steht: Sie setzt bekannte und unbekannte Werke unterschiedlicher Epochen miteinander in Beziehung, um neue Sicht- und Hörweisen anzubieten. Gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester und der international gefeierten Pianistin Yulianna Avdeeva spannt sie einen Bogen von Richard Wagner über Frédéric Chopin und Augusta Holmès bis zu Alexander Skrjabin.
„Musik kann Menschen miteinander verbinden und neue Perspektiven eröffnen“, sagt Marie Jacquot. „Mich interessiert, wie Werke miteinander ins Gespräch treten und welche Gedanken, Bilder oder Gefühle sie bei den Zuhörerinnen und Zuhörern auslösen. Am Ende zählt für mich, dass das Publikum etwas von einem Konzertabend mit nach Hause nimmt, das nachwirkt.“
Das Konzert ist zugleich ein Ausblick auf das, was das Publikum in den kommenden Jahren von Marie Jacquot erwarten darf. Die neue Chefdirigentin verbindet bekannte Meisterwerke mit Entdeckungen, setzt auf überraschende Perspektiven und möchte klassische Musik für ein breites Publikum erlebbar machen. Dabei reicht ihr Repertoire von Haydn bis zur Gegenwart, von großen sinfonischen Werken bis zu selten gespielten Kompositionen.
Das Antrittskonzert von Marie Jacquot können Sie auch per Livestream verfolgen, auf youtube.com/@ARDKlassik sowie auf der Homepage des WDR Sinfonieorchesters und ab 20.03 Uhr auf WDR 3.
Kürbisfestival 2026 zum Thema „Feuer“ läuft vom 11. September bis 1. November
Von Kindheitshelden wie Feuerwehrmann Sam, Fred Feuerstein und Jim Knopf über beeindruckende Tiere wie Feuerfische und -quallen bis hin zu feuerspuckenden Vulkanen und einem flammenden Herz – beim Kürbisfestival 2026 in der Gartenschau Bad Lippspringe wird es heiß. Von Freitag, 11. September, bis zum Sonntag, 1. November, warten elf eindrucksvolle Skulpturen zum Thema „Feuer“ darauf, von den Besucherinnen und Besuchern entdeckt zu werden.
Passend zum diesjährigen Motto, das die Gartenschau erneut mit freundlicher Unterstützung der Volksbank Paderborn, Zweigniederlassung der VerbundVolksbank OWL eG, und der Spadaka Bad Lippspringe / Volksbank Schlangen eG umsetzt, liegt der Fokus des Festivals auf allem, was mit Feuer zu tun hat. Große und kleine Kürbis-Fans dürfen sich neben den Skulpturen auf viele inspirierende Herbstdekorationen und eine Kürbissorten-Ausstellung mit bekannten Speise- und Zierkürbissen sowie neuen, farbenprächtigen Sorten mit skurrilen Formen und Namen freuen.

Sandy Rogall vom Marketing, Jörg Brückner von der Vermögensberatung und Iris Brockmeier vom Vorstand der Volksbank Schlangen eG sowie Thorsten Wolff, stv. Vorsitzender der VerbundVolksbank OWL eG, Burkhard Grenz, Leiter des BeratungsCenters Bad Lippspringe, und Gartenschau-Geschäftsführerin Rehana Rühmann (von links) freuen sich auf sieben tolle Wochen in der Gartenschau Bad Lippspringe. Foto: © Sabrina Düsenberg
An den Sonntagen sorgen familienfreundliche Events für zusätzlichen Spaß. Den Auftakt macht die musikalische Eröffnung des Kürbisfestivals mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Lippspringe am 13. September ab 14.00 Uhr. Parallel schnitzt eine Künstlerin ausdrucksstarke Gesichter in kleine Kürbisse. Eine Woche später rücken am 20. September zur selben Zeit echte Schwergewichte in das Zentrum des Geschehens. Bei der Kürbis-Wiegemeisterschaft kommen Sorten wie der Atlantic Giant auf die Waage, die im ausgewachsenen Zustand mehrere hundert Kilo erreichen können. Hobbyzüchter, die mit ihrem Kürbis daran teilnehmen möchten, können diesen am Veranstaltungstag ab 10.00 Uhr zur Waldbühne Adlerwiese bringen.
Einige Riesenkürbisse haben am 27. September einen weiteren großen Auftritt. Bei der fünften Kürbis-Regatta auf den Mersmannteichen stürzen sich ab 11.00 Uhr mutige Kanuten in das ausgehöhlte Riesengemüse und paddeln um die Wette. Zweier-Teams ab 18 Jahren, die bei dem launigen Wettbewerb mitmachen möchten, können sich per E-Mail an stefanie.wetzels@bad-lippspringe.de anmelden. Alle Feinschmecker unter den Kürbisfans kommen am 4. Oktober auf ihre Kosten. Dann serviert das Deutsche Rote Kreuz ab 11.00 Uhr 500 Liter Kürbissuppe für den guten Zweck auf der Adlerwiese.

Speziell für Kinder wird es am 18. Oktober ein Fest zum Thema Feuer geben. An diesem Tag wird die Bad Lippspringer Jugendfeuerwehr ab 11.00 Uhr mit ihren Fahrzeugen und verschiedenen Aktionen vor Ort sein. Für Partystimmung sorgt ab 15.00 Uhr zudem die Sängerin Isa Glücklich auf der Waldbühne Adlerwiese. Ein Feuerkünstler rundet das Programm ab. Eine weitere Woche später – am 25. Oktober – schnitzen Künstler wieder beeindruckende Figuren und Motive in Riesenkürbisse. Die Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, dabei zuzuschauen und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen.
Pünktlich zum Halloween-Wochenende wird es auch in diesem Jahr wieder gruselig in der Gartenschau. Von Donnerstag, 29. Oktober, bis Samstag, 31. Oktober, gibt es erstmals ein Gruselspaziergang für Kinder in der mehrfach ausgezeichneten Parkanlage. Von jeweils 17.00 bis 20.00 Uhr sorgt ein kleiner Rundweg durch den Wald mit gruseligen Stationen für unheimlichen Spaß und Gänsehaut-Momente. Darüber hinaus haben alle Mädchen und Jungen während des gesamten Kürbisfestivals wieder die Möglichkeit, beim kostenfreien Kürbis-Quiz mitzumachen und tolle Preise zu gewinnen.
Wer das Kürbisfestival unter fachkundiger Führung entdecken möchte, hat zwei Mal Gelegenheit dazu. Am Samstag, 26. September, um 14.00 Uhr bietet Gästeführerin Lisa Stiehm eine öffentliche Familienführung zu den verschiedenen Kürbisskulpturen an. Und am Samstag, 3. Oktober, lädt Kürbiszüchterin Andrea Mertens zur selben Zeit zu einem informativen Rundgang mit Schwerpunkt auf die Kürbissorten, ihre Verwendung und Zubereitung ein. Passende Kürbissorten, um das Gelernte anschließend in der eigenen Küche auszuprobieren, gibt es am Verkaufsstand des Kürbishofs Mertens im Eingangsbereich. Der Stand ist mittwochs bis freitags von 15.00 bis 18.00 Uhr sowie samstags von 13.00 bis 18.00 Uhr und sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Auch die Gartenschau-Gastronomie bietet wie gewohnt zahlreiche Kürbis-Leckereien an. Im Café Waldgrün gibt es dienstags bis samstags von 13.30 bis 18.00 Uhr und sonntags von 12.00 bis
18.00 Uhr hausgemachten Kürbiskuchen, leckere Kürbiswaffeln, würzigen Pumpkin Spice Latte Macchiato sowie Kürbissuppe. Mitbringsel wie Kürbisnudeln, Kürbiskernöl und Ähnliches für zu Hause runden das Angebot ab. Im Waldbiergarten an der Adlerwiese werden samstags von 13.00 bis 18.00 Uhr und sonntags von 11.30 bis 18.00 Uhr deftige Kürbisbratwurst und schmackhafte Kürbispuffer mit Apfelkompott serviert.
Kinder, die einen eigenen Halloween-Kürbis schnitzen möchten, können das donnerstags bis sonntags und während der Herbstferien täglich von 12.00 bis 17.00 Uhr im Eingangsbereich der Parkanlage tun. Dort werden Kürbisse, Schnitzvorlagen und passende Werkzeuge gegen eine Gebühr von 6 Euro bereitgestellt. Die kostenfreie Kürbis-Ausgabe ist in diesem Jahr für Montag, 2. November, geplant. Ab 10.00 Uhr haben Besucherinnen und Besucher an diesem Tag wieder die Möglichkeit, so viele Kürbisse aus der Ausstellung mit nach Hause zu nehmen, wie sie möchten.
Der Eintritt zum Kürbisfestival in der Gartenschau Bad Lippspringe ist für Jahreskarten-Inhaber und Kinder bis einschließlich 17 Jahre wie gewohnt kostenfrei. Alle anderen zahlen 10,00 Euro für die Tageskarte. An allen Sonntagen während des Kürbisfestivals wird es einen kostenfreien Shuttle-Verkehr zwischen dem Parkplatz im Gewerbegebiet Am Vorderflöß und dem Haupteingang der Gartenschau geben. Nähere Informationen dazu gibt es online unter www.gartenschau-badlippspringe.de.
Neues kreatives Kursangebot für Kinder im Museum Folkwang: Die Kunstwerkstatt startet am 10. September 2026
Vom 10. September 2026 bis zum 28. Januar 2027 findet jeden Donnerstag die Kunstwerkstatt für Kinder der Klassen 5 bis 7 im Museum Folkwang statt. In dem Kurs können die Teilnehmenden verschiedene künstlerische Techniken erproben und sich von der Sammlung des Museums inspirieren lassen.
Im neuen Kurs Kunstwerkstatt für Kinder können die Teilnehmer:innen donnerstags kreativ im Museum Folkwang arbeiten. Dabei sind ihnen beim Experimentieren mit verschiedenen Techniken und Materialien keine Grenzen gesetzt: Der Kurs bietet Raum zum Ausprobieren, Entdecken und Gestalten. Inspiration für die Kreationen aus Ton, mit Schere, Pinsel oder Zeichenstift finden die Teilnehmer:innen in der Sammlung des Museums.
Die Kunstwerkstatt findet als fester Kurs donnerstags ab dem 10. September 2026 von 17 bis 18.30 Uhr statt und läuft bis zum 28. Januar 2027. Ausgenommen sind die Termine innerhalb der NRW-Ferien. Der Einstieg ist bei freien Plätzen jederzeit möglich. Der Teilnahmebeitrag für 17 Termine beträgt 140 €.
Um Anmeldung wird gebeten an das Team des Besucherbüros info@museum-folkwang.essen.de.
Die Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt.
Höxter wird im Oktober zum Jurassic Park
Fast 30 lebensgroße, animierte Saurier bevölkern bei den DinoLichtern den illuminierten Archäologiepark.
Das ist schon ein Kindheitstraum: Einmal einem Dinosaurier begegnen, der genauso aussieht, sich bewegt und anhört wie vor Jahrmillionen, als die Urzeitgiganten die Erde bevölkerten. In Höxter geht dieser Traum im Herbst in Erfüllung: Der Archäologiepark am Welterbe Corvey wird vom 1. Oktober bis zum 1. November zu einer Art Jurassic Park. Die brandneue Show von World of Lights aus Unna versetzt die Besucher auf Spielbergs berühmte Insel.

Einen Monat lang werden bei den DinoLichtern in Höxter 27 animatronische Dinos gezeigt und in der Dämmerung spektakulär beleuchtet. Alle Kinderzimmer-Stars sind im drei Hektar großen Gelände vertreten: Der gewaltige Tyrannosaurus Rex – in voller Lebensgröße und detailgetreu ausgestaltet bis zu den messerlangen Zähnen. Sein pflanzenfressender Kollege Triceratops beeindruckt mit Hörnern und Nackenschild. Auch der langhälsige Brachiosaurus knabbert an den Bäumen im Weserbogen.
Egal ob räuberischer Raptor, friedlicher Sauropode oder prähistorisches Meeresreptil – längst ausgestorben sind sie alle. Doch in Höxter werden die Saurier richtig lebendig: Sie bewegen Kopf und Gliedmaßen, schlagen mit dem Schwanz und flattern mit den Flügeln. Dazu kommen die Soundeffekte: „Wenn der riesige T-Rex den Rachen aufreißt und brüllt, dann gefriert einem schon das Blut in den Adern“, verspricht Geschäftsführerin Madita Alberding. Aber die animierten Urzeitechsen sind natürlich völlig ungefährlich.
Wenn im Dunkeln viele bunte Strahler die Dinos in ein zauberhaftes Licht tauchen, wird es magisch: Das markante Rückensegel des fischfressenden Spinosaurus erstrahlt, die bunten Kopfkämme des Dilophosaurus leuchten und die Sichelkralle des frechen kleinen Velociraptors sieht noch bedrohlicher aus als bei Tage. Höxter ist erst die dritte Station der erfolgreichen Schau von „World of Lights“ aus Unna. Gezeigt wurden die Dinos bislang nur im egapark Erfurt und im Sauerlandpark Hemer.

Donnerstags bis sonntags ab 17 Uhr kann der Rundgang durch das Land vor unserer Zeit losgehen. Der abendliche Spaziergang zu den Urzeit-Giganten im Archäologiepark Höxter kostet für Erwachsene (ab 14 Jahren) 15 Euro, Kinder zahlen 7 Euro. Huxarium-Dauerkarteninhaber bekommen Rabatt. Kleine Kinder (unter 1,20 Meter Körpergröße) haben bei den DinoLichtern Höxter freien Eintritt. Tickets sind ab sofort online auf der Homepage des Huxarium Gartenparks und stationär in der Tourist Info Höxter (Uferstraße) erhältlich.
Das Gelände ist an Donnerstagen und Sonntagen bis 20.45 Uhr geöffnet, freitags und samstags sogar bis 21.45 Uhr. Das Parken (in der Straße Am Hafen oder am Schloss Corvey) ist kostenlos. Und wenn nach dem Meet and Greet mit den Dinos Durst und Hunger aufkommen: Getränke- und Imbisswagen sind vorhanden. Hinweis: Der reguläre Parkbetrieb tagsüber endet bedingt durch die Veranstaltung von donnerstags bis sonntags bereits um 16 Uhr.
Fünf Zukunftsgärten. Zehn Städte. Eine Route.
Neuer IGA-Radweg verbindet das gesamte Ausstellungsgelände der IGA 2027 Ruhrgebiet
Gemeinsam haben die IGA 2027 Ruhrgebiet, die Stadt Lünen, Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV), der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) heute den neuen IGA-Radweg vorgestellt. Die rund 100 Kilometer lange Route verbindet erstmals alle fünf Zukunftsgärten der Internationalen Gartenausstellung miteinander – und schafft weit mehr als eine Verbindung zwischen den Ausstellungsorten. Sie bleibt dauerhaft als Infrastruktur für klimafreundliche Mobilität, Freizeit und Tourismus im Ruhrgebiet erhalten.
Eine Gartenschau, die das gesamte Ruhrgebiet verbindet
Der IGA-Radweg ist ein zentraler Baustein des Mobilitätskonzepts der IGA 2027 und macht die Idee einer regionalen Gartenschau erstmals auch zwischen ihren Ausstellungsorten unmittelbar erlebbar. Besucherinnen und Besucher können die Zukunftsgärten nicht nur einzeln entdecken, sondern auf einer zusammenhängenden Route miteinander verbinden. Gleichzeitig zeigt das Gemeinschaftsprojekt beispielhaft, wie nachhaltige Mobilität, Tourismus und Freizeitangebote im Ruhrgebiet intelligent zusammengedacht werden können.
Auf rund 100 Kilometern verbindet der IGA-Radweg die Zukunftsgärten in Duisburg, Gelsenkirchen, dem Zukunftsgarten im Natur- und Wasser-Erlebnis-Park (Castrop-Rauxel/Recklinghausen), Dortmund und Lünen. Dabei führt die Strecke durch insgesamt zehn Städte: Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Herten, Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Dortmund und Lünen. Die Route kann in beide Richtungen befahren und flexibel in einzelne Tagesetappen aufgeteilt werden.

Industriekultur, Flusslandschaften und Parks auf einer Route
Entlang der Strecke erleben Radfahrende die ganze Vielfalt des Ruhrgebiets. Industriekultur, renaturierte Flusslandschaften, urbane Parks, Haldenlandschaften und moderne Freizeitangebote wechseln sich auf einzigartige Weise ab. Zu den touristischen Höhepunkten zählen unter anderem die Zeche Zollverein, der Duisburger Innenhafen, die MüGa (Mülheimer Gartenschau), die Styrumer Ruhrauen, die ZOOM Erlebniswelt, der Revierpark Nienhausen, der Fredenbaumpark, die Halde Hoheward sowie zahlreiche weitere Ziele entlang von Ruhr, Emscher, Rhein-Herne-Kanal und Dortmund-Ems-Kanal. So verbindet der IGA-Radweg Natur, Stadtentwicklung, Industriekultur und Freizeit zu einem touristischen Gesamterlebnis.
Bestehende Wege intelligent vernetzt
Dabei setzt das Projekt bewusst auf Nachhaltigkeit. Der IGA-Radweg nutzt überwiegend bereits bestehende hochwertige Radwegeverbindungen wie den RuhrtalRadweg, die Rheinische Bahn, den Nordsternweg und den Emscher-Weg. Ergänzend wurden einzelne Abschnitte neu gebaut oder aufgewertet, darunter der Grüne Ring in Duisburg, Teilbereiche der Rheinischen Bahn in Essen, Abschnitte des Emscher-Weges zwischen Gelsenkirchen und Dortmund sowie der IGA-Radweg in Lünen und Bergkamen, der in den vergangenen Monaten entstanden ist.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist darüber hinaus die Erweiterung des Knotenpunktnetzes des radrevier.ruhr. Dieses bewährte Orientierungssystem bildet künftig die Grundlage der Wegeführung und ermöglicht eine einfache Navigation anhand nummerierter Knotenpunkte. Ergänzend stehen digitale Navigationsangebote über Komoot sowie GPX-Dateien zur Verfügung.
Horst Fischer, Geschäftsführer der IGA 2027 Ruhrgebiet: „Die IGA 2027 versteht sich als Gartenschau für das gesamte Ruhrgebiet. Deshalb war von Anfang an klar: Wir brauchen auch eine Verbindung, die diese Region erlebbar macht. Der IGA-Radweg ist weit mehr als eine Strecke zwischen unseren fünf Zukunftsgärten. Er verbindet Menschen, Städte und Landschaften miteinander und zeigt eindrucksvoll, wie klimafreundliche Mobilität, Freizeit und Tourismus Hand in Hand gehen können. Besonders wichtig ist uns dabei die nachhaltige Wirkung: Die Radinfrastruktur endet nicht mit der Internationalen Gartenausstellung. Sie bleibt dauerhaft bestehen und schafft einen echten Mehrwert für die Menschen im Ruhrgebiet sowie für Gäste aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland.“
Für die Stadt Lünen ist der IGA-Radweg zugleich ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Stadtentwicklung und die weitere Stärkung des Fahrradtourismus. Als nördlicher Zukunftsgarten bildet Lünen einen markanten Endpunkt der neuen Route und profitiert langfristig von der verbesserten Anbindung an das regionale Radwegenetz.
Dazu Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg: „Der IGA-Radweg macht sichtbar, was die IGA 2027 auszeichnet: Sie verbindet Menschen, Städte und Landschaften miteinander. Für Lünen bedeutet die neue Route eine große Chance, unseren Zukunftsgarten und die vielen attraktiven Ziele sowohl in unserer Stadt als auch entlang der Lippe und des Kanals für Gäste aus der gesamten Region noch besser erlebbar zu machen. Zugleich stärken wir den Radverkehr als nachhaltige Mobilitätsform in unserer Region.“
Der IGA-Radweg ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zahlreicher regionaler Partner. Gemeinsam wurden bestehende Infrastrukturmaßnahmen miteinander verknüpft, sinnvoll ergänzt und touristisch aufbereitet. Viele Verbesserungen entlang der Strecke waren bereits Bestandteil kommunaler oder regionaler Planungen. Die IGA 2027 bündelt diese erstmals zu einer gemeinsamen Route und macht sie als zusammenhängendes Angebot sichtbar.
Susanne Linnebach, Leiterin der Stabsstelle Stadt- und Raumentwicklung bei Emschergenossenschaft und Lippeverband: „Über 360 Kilometer an Radwegen haben Emschergenossenschaft und Lippeverband bereits an Emscher und Lippe ausgebaut – und viele weitere Kilometer sollen noch folgen. Damit schaffen wir attraktive und sichere Verbindungen für den Alltags- und Freizeitradverkehr und leisten einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende. Wir freuen uns, dass mit der Auszeichnung als IGA-Route unsere Radwege erhöhte Aufmerksamkeit gewinnen und noch mehr Besucherinnen und Besucher dazu einladen, Emscher und Lippe auf dem Fahrrad zu erleben.“
Der IGA-Radweg stärkt zugleich die Position des Ruhrgebiets als attraktive Rad- und Tourismusregion. Bereits heute gibt es erste Gespräche mit verschiedenen Akteuren, organisierte Touren entlang der neuen Route anzubieten und den IGA-Radweg dauerhaft touristisch zu vermarkten.
Maria Wagener, Leiterin des Referates Mobilität beim Regionalverband Ruhr (RVR):
„Der IGA-Radweg liegt vollständig auf dem vom RVR entwickelten und realisierten Knotenpunktnetz. Dazu wurden auf rund 30 Kilometern zusätzliche Abschnitte aufgenommen und in die landesweite Beschilderung integriert, darunter ein längerer Abschnitt des Emscher Weges in Dortmund, im Kreis Recklinghausen und an der Grenze zu Gelsenkirchen. Außerdem wurde 2025 ein Teilstück der Rheinischen Bahn zwischen Mülheim an der Ruhr und Essen auf rund 1,5 Kilometern mit einer Asphaltdecke aufgewertet. Das Knotenpunktnetz umfasst inzwischen etwa 310 Knotenpunkte auf einer Gesamtlänge von rund 1.530 Kilometern. Es ist somit der ideale Begleiter, um im kommenden Jahr die vielen neu und umgestalteten Gärten der IGA zu entdecken.“
Ein neues touristisches Angebot mit Zukunft
Mit der Erweiterung des Knotenpunktnetzes des radrevier.ruhr wurde zugleich eine Grundlage geschaffen, die weit über die IGA hinaus Bestand haben wird. Davon profitieren künftig nicht nur Besucherinnen und Besucher der Internationalen Gartenausstellung, sondern ebenso Freizeitradfahrende, Pendlerinnen und Pendler sowie der Fahrradtourismus im gesamten Ruhrgebiet.
Axel Biermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr Tourismus GmbH: „Das radrevier.ruhr ist die radtouristische Dachmarke für das Ruhrgebiet. Mit dem 1.500 km langen Knotenpunktnetz ist es gleichermaßen Qualitätssiegel für das radtouristische Angebot der Region. Im kommenden Jahr steht das radrevier.ruhr ganz im Zeichen der IGA. Der IGA-Radweg fügt sich daher nicht nur aus thematischer und qualitativer Sicht perfekt ins Portfolio des radrevier.ruhr, sondern bietet mit seiner Multioptionalität als Mehrtagestour, als Tagesreiseziel oder einfach als Zubringer zu den IGA-Zukunftsgärten einen echten touristischen Mehrwert.“
Der IGA-Radweg richtet sich gleichermaßen an Besucherinnen und Besucher der IGA 2027, an Freizeitradfahrende, Familien sowie an Touristinnen und Touristen aus dem In- und Ausland. Viele Streckenabschnitte verlaufen überwiegend flach, auf eigenständigen Radwegen und mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Dadurch eignet sich die Route sowohl für mehrtägige Touren als auch für individuelle Tagesausflüge.
Mit dem IGA-Radweg unterstreicht die Internationale Gartenausstellung 2027 ihren Anspruch, nachhaltige Mobilität als selbstverständlichen Bestandteil einer modernen Gartenschau zu verstehen. Die Route verbindet nicht nur fünf Zukunftsgärten miteinander, sondern macht die gesamte Region als zusammenhängenden Erlebnisraum sichtbar. Gleichzeitig bleibt sie als dauerhafte Infrastruktur bestehen und lädt auch lange nach dem Ende der IGA dazu ein, das Ruhrgebiet auf klimafreundliche Weise neu zu entdecken.
U30 Preview – Ruhrtriennale lädt junge Menschen zu exklusiven Probenbesuchen ein
Mit der neuen U30 Preview lädt die Ruhrtriennale junge Menschen unter 30 Jahren zu zwei besonderen Probenbesuchen ein. Jeweils 100 junge Besucher:innen können die Produktionen Rebel Rebel und Deutscher Herbst bereits vor der Premiere erleben. Die Anmeldung erfolgt über die Website der Ruhrtriennale.
Rebel Rebel von Ruhrtriennale-Intendant Ivo Van Hove erzählt die Geschichte eines jungen Paares, das sich in einer dystopischen Gesellschaft gegen Isolation und staatliche Kontrolle auflehnt und eine eigene Utopie entwirft. Musiktheater, Schauspiel und Choreografie verbinden sich zu einer Inszenierung über Liebe, Freiheit und Widerstand.
Mit Deutscher Herbst nimmt der preisgekrönte Regisseur Christopher Rüping Stig Dagermans gleichnamigen Reisebericht von 1946 zum Ausgangspunkt für einen Theaterabend über Erinnerung, Angst und Orientierung in unsicheren Zeiten. Ausgehend von den Erfahrungen der Nachkriegszeit spannt er einen Bogen bis in die Gegenwart und verbindet persönliche Geschichten mit Fragen nach Geschichte, Verlust und Zusammenhalt.
Die U30 Preview richtet sich an alle Menschen unter 30 Jahren. Die Teilnahme ist durch die Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer der Ruhrtriennale kostenfrei möglich. Je Veranstaltung können 100 junge Menschen teilnehmen. Die Vergabe erfolgt in der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen. Am Veranstaltungstag muss ein Altersnachweis vorgelegt werden.
Termine:
Rebel Rebel, Generalprobe
Mittwoch, 19. August 2026, 20:30 Uhr
Jahrhunderthalle Bochum
Deutscher Herbst, Hauptprobe
Dienstag, 15. September 2026, 20:00 Uhr
Jahrhunderthalle Bochum
Weitere Informationen und Anmeldung: ruhr3.com/u30
Der Ruhrpott zeigt Farbe
IGA 2027 startet großen Balkonwettbewerb #MeinIGABalkon
Unter dem Motto #MeinIGABalkon startet die Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) bereits in diesem Jahr einen großen Balkonwettbewerb, der die Menschen im gesamten Ruhrgebiet dazu aufruft, ihre Balkone kreativ, nachhaltig und lebenswert zu gestalten.
„Nicht jeder hat einen Garten. Aber auch ein Balkon ist mehr als nur ein Außenbereich – er ist Rückzugsort, Treffpunkt und bietet Raum für Kreativität,“ sagt Friederike Faas, Leitung Veranstaltung und Mein Garten der IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH. „Mit dem Wettbewerb möchten wir zeigen, wie grün, kreativ und vielfältig das Ruhrgebiet ist und dass jede und jeder Teil der IGA 2027 werden kann – unabhängig von Wohnsituation oder Vorkenntnissen.“

Wettbewerb in drei Kategorien
Der Wettbewerb richtet sich an alle Menschen im Ruhrgebiet, die ihren Balkon als Lebensraum sehen – von Pflanzen- und DIY-Fans über junge Familien bis hin zu nachhaltigkeitsinteressierten Stadtbewohner*innen – an alle, die Lust haben, ihre Ideen mit der urbanen Ruhrpott-Community zu teilen. Ob kleine Kräuteroase, blühender Stadtgarten, gemütlicher Rückzugsort oder selbstgebautes Balkonprojekt: Jeder Beitrag zeigt, wie viel Lebensqualität auch auf kleinem Raum entstehen kann.
Gesucht werden die besten Balkonideen in den Kategorien „Ökopionier*innen“, „Kreative Köpfe und Macher*innen“ und „Pott-Geselligkeit auf dem Balkon“.
Wertung durch Fachjury und Community
Die Teilnahme am Wettbewerb ist ganz einfach: Fotos des eigenen Balkons können unkompliziert über ein Online-Formular eingereicht werden. Anschließend wählt eine Fachjury die besten Beiträge aus, bevor die Community in einem öffentlichen Voting über die Gewinnerinnen und Gewinner entscheidet. Auch attraktive Preise warten auf die Teilnehmenden: Unter anderem werden Gutscheine sowie Dauerkarten für die IGA 2027 verlost.
Creators und Influencer aus dem Ruhrgebiet werden unter dem Hashtag #MeinIGABalkon ihre eigenen Balkonideen präsentieren und Inspirationen liefern. Zusätzlich gibt es Aktionen wie „Balkon der Woche“ oder Stadtteil-Battles.
Bis zum 31. August 2026 können die Wettbewerbsbeiträge eingereicht werden unter www.iga2027.ruhr/balkonwettbewerb/. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden im Herbst bekannt gegeben.
Mini-Ausstellung zur versunkenen Stadt
Im Archäologiepark Höxter sind aktuell Funde ausgestellt
Im 12. Jahrhundert gründen die Äbte von Corvey eine Stadt– an der engsten Stelle keine 800 Meter von Höxter entfernt. Was Archäologen in den vergangenen Jahrzehnten in dieser versunkenen Mittelalter-Metropole gefunden haben, dazu gibt eine Mini-Ausstellung derzeit einen Einblick. Aktuell ist die kleine Schau in einem der großen Bogenzelte im Archäologiepark Höxter noch zu sehen.
Gezeigt werden zum Beispiel Kochtöpfe, Vorratsgefäße und Krüge. Tierknochen und verkohltes Getreide erzählen von der Ernährung zur damaligen Zeit. Zu den Exponaten gehören auch eine Ofenkachel und ein Stück von einer Dachziegel. In Corvey standen etwa 200 Holz- und Fachwerkhäuser zum Teil mit Steinkellern. Diese sind nach dem verheerenden Überfall von 1265 im Boden erhalten geblieben. Der Grundriss einer komplette Stadtwüstung verbirgt sich in der Erde des Weserbogens. 1.500 bis 2.000 Einwohner dürften es insgesamt gewesen sein, als die Stadt 1265 zerstört wurde.

Bei den bisherigen archäologischen Grabungen tauchten auch Spinnwirtel auf, mit denen man Schafwolle und Flachs gesponnen hat. Natürlich sind auch Spuren der Brandkatastrophe wie verziegelter Lehm und verkohltes Holz Teil der Ausstellung, ebenso wie ein ausgefahrener Stein mit Spurrille. Die große Handelsroute Hellweg verlief mitten durch die blühende Stadt mit eigener Weserbrücke, der nur ein Kurzauftritt in der Geschichte vergönnt war.
Wegen der klimatischen Bedingungen im Bogenzelt können keine Dinge aus Metall gezeigt werden. Bedeutende Funde wie das Schabeisen des Chirurgen von der Weser gibt es deshalb als 3-D-Nachdruck. Der berühmte Augenarzt stach damals schon den Grauen Star. An Mitmachstationen können Kinder Archäologie-Memory spielen, einen Krug zusammen puzzeln oder herausfinden, wie man im Mittelalter rechte Winkel gemessen hat. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten (täglich 10 bis 18 Uhr) durchgängig zugänglich. Kinder (bis 18 Jahren) haben freien Eintritt im Archäologiepark mit großem Abenteuerspielplatz sowie Stationen mit Hörspielen und Augmented Reality-Darstellungen der versunkenen Stadt. Erwachsene zahlen 3,50 Euro.
IGA 2027 plant Weltrekord im Ruhrgebiet
Mehr als 50 Orte, rund 100.000 Menschen
Die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 Ruhrgebiet bringt Menschen im gesamten Ruhrgebiet an einen Tisch – oder vielmehr auf eine Picknickdecke: Mit dem „IGA Picknick 2027“ entsteht am 20. Juni 2027 ein einzigartiges Veranstaltungsformat, das Gemeinschaft, Vielfalt und die grüne Zukunft der Region erlebbar macht.

© IGA 2027/Sascha Kreklau
Ministerpräsident Hendrik Wüst übernimmt Schirmherrschaft
Im Musikpavillon des Grugaparks Essen wurde das Projekt heute erstmals offiziell vorgestellt. Daran nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus rund 50 Kommunen des Ruhrgebiets, die Geschäftsführung der IGA 2027 sowie weitere Projektbeteiligte teil.
Unter dem Titel „Das größte dezentrale Picknick der Welt“ sollen am 20. Juni 2027 zeitgleich Menschen an mehr als 50 Standorten im gesamten Ruhrgebiet zusammenkommen. Erwartet werden derzeit bis zu 100.000 Picknickerinnen und Picknicker.
Bis zu 100.000 Teilnehmende erwartet
Das IGA Picknick wurde gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen im Ruhrgebiet entwickelt und versteht sich als Einladung an alle Menschen im Ruhrgebiet und drumherum. Dank seines dezentralen Charakters können zahlreiche Städte, Initiativen, Vereine sowie lokale Akteurinnen und Akteure aktiv eingebunden werden. „Das IGA Picknick steht beispielhaft für die Idee der IGA 2027: Gemeinsam Zukunft gestalten, Menschen verbinden und die Vielfalt unserer Region sichtbar machen. Es bringt Menschen in Parks, auf Grünflächen und an besonderen Orten im gesamten Ruhrgebiet zusammen und zeigt, wie viel Lebensqualität, Engagement und Gemeinschaft in unserer Region steckt. Dass sich zahlreiche Kommunen und Partner beteiligen, freut mich sehr und macht das IGA Picknick zu einem Format, das die regionale Zusammenarbeit auf besondere Weise erlebbar werden lässt“, sagt Nina Frense, Geschäftsführerin der IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH.
Schirmherr der Veranstaltung im kommenden Jahr ist Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit seiner Unterstützung unterstreicht das Projekt die besondere Bedeutung der IGA 2027 für das Ruhrgebiet und Nordrhein-Westfalen: „Kaum eine andere Region in Europa ist so durch andauernden Wandel geprägt wie das Ruhrgebiet. Vom Zentrum der Montanindustrie hat sich die Region zur modernen Metropolregion im Herzen Europas gewandelt. Durch die Internationale Gartenausstellung 2027 beweist das Ruhrgebiet erneut seine besondere Dynamik und Weltoffenheit. Das IGA Picknick bringt Menschen aus dem ganzen Land in der Region zusammen und zeigt, wie stark und vielfältig diese Region ist“, so Wüst.
Garrelt Duin, RVR-Regionaldirektor und Aufsichtsratsvorsitzender der IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH, ergänzt: „100.000 Menschen, 50 Orte, eine Region: Das IGA-Großpicknick zeigt, was das Ruhrgebiet ausmacht. Hier wächst eine Gemeinschaft voller Kreativität und Lebensfreude zusammen. Und wir laden Gäste ein, daran teilzuhaben und mitzufeiern.“
Essens Bürgermeisterin Julia Klewin sagt: „Wir freuen uns sehr, mit dem Picknick im Grugapark Teil dieses einzigartigen Veranstaltungsformats zu sein. Das Motto unserer Gruga lautet: Wo Erholung und Erlebnis eins werden. Und das passt sehr gut zu der Idee des Picknicks. Wir werden an diesem Tag im Ruhrgebiet Gemeinschaft und Vielfalt feiern und ein starkes Zeichen setzen für die grüne Zukunft unserer Region. Ich lade jetzt schon alle Bürger*innen herzlich ein, am 20. Juni 2027 in den Grugapark zu kommen, Teil dieser einzigartigen Veranstaltung zu werden und einen besonderen IGA-Gruga-Moment zu erleben, der sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird.“
Das IGA Picknick findet am 20. Juni 2027 von 13 bis 15 Uhr an zahlreichen Orten im gesamten Ruhrgebiet statt. Ziel ist es – im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung – die grünen Schätze des Ruhrgebiets sichtbar zu machen und Menschen auf niedrigschwellige Weise zusammenzubringen – ob in Parks, auf öffentlichen Grünflächen oder an besonderen Orten der Region. Vom Picknick am Wasser über Kulturpicknicks bis hin zum klassischen Familienpicknick wird die Vielfalt der Region sichtbar werden.
Die Festivalreihe FERROMONE – Industrie und Kultur in Südwestfalen
Die Festivalreihe FERROMONE – Industrie und Kultur in Südwestfalen startet in die Saison 2026 – „Farbexplosion“ am 17. Oktober in den Westfälischen Salzwelten.
Die Veranstaltungsreihe FERROMONE – Industrie und Kultur in Südwestfalen des Vereins WasserEisenLand startet am 11. Juli 2026 mit der Veranstaltung „Luise heizt ein: stahlblau – waldgrün“ an der Luisenhütte Balve in die neue Saison.
Bis Oktober öffnen insgesamt sieben Partnerinstitutionen aus der Region ihre Türen und laden zu einem vielseitigen Kulturprogramm an außergewöhnlichen Orten der Industriekultur ein. Im Museum Wendener Hütte, einem der sieben teilnehmenden Partner, wurde am 9. Juni 2026 das Veranstaltungsprogramm präsentiert, das Erlebnismuseum Westfälische Salzwelten in Bad Sassendorf ist ebenfalls mit dabei.
„Unsere Industriekulturdenkmäler sind weit mehr als bloße Relikte der Vergangenheit. Sie sind lebendige Zeugnisse einer Geschichte, die unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur nachhaltig geprägt hat“, erklärt Jeanette Metz, Museumsleiterin der Westfälische Salzwelten. „Mit FERROMONE möchten wir diese Geschichte emotional erfahrbar machen. Denn Südwestfalen ist und bleibt eine lebendige Industrieregion.“ Nähere Informationen zur Veranstaltung „Farbexplosion“ in den Westfälischen Salzwelten am 17. Oktober finden Interessenten auf der Internetseite www.salzwelten.de unter dem Suchwort „Farbexplosion“.
Wo früher gearbeitet und produziert wurde, entstehen heute kulturelle Erlebnisräume, die Industriekultur kreativ, experimentell und zeitgemäß interpretieren. Jeder Veranstaltungspartner gestaltet dabei ein eigenständiges Programm und setzt individuelle Akzente. Ziel der Reihe ist es, die Industriegeschichte erlebbar zu machen und das Bewusstsein für das gemeinsame kulturelle Erbe der Region zu stärken.
Historisch bedeutsame Orte wie die Luisenhütte Balve Wocklum oder die Henrichshütte Hattingen, einst Motoren der industriellen Entwicklung Südwestfalens, werden im Rahmen der Reihe auf innovative Weise neu inszeniert und für ein breites Publikum zugänglich gemacht. Die Bandbreite der Veranstaltungen reicht von Rockkonzerten über Theater, Klanginstallationen und Kunstausstellungen bis hin zu Mitmachaktionen und einer Modenschau.
FERROMONE als „Lockstoff“ für Industriekultur: Der Name FERROMONE verbindet die Begriffe „Pheromone“ – biologische Lock- und Botenstoffe – mit „Ferrum“, dem lateinischen Wort für Eisen. Die Wortschöpfung steht sinnbildlich für das Ziel der Veranstaltungsreihe: Menschen für die Orte der Industriekultur zu begeistern und sie – auch jenseits klassischer Museumsformate – dorthin zu „locken“. Weitere Informationen, das vollständige Programm sowie Ticketpreise sind unter www.ferromone.de abrufbar.
Das FERROMONE-Veranstaltungsprogramm 2026 im Überblick
11. Juli: Luisenhütte Wocklum – „Luise heizt ein: stahlblau – waldgrün“
25.–26. Juli: LWL-Freilichtmuseum Hagen – „Handwerk durch die Epochen – ein Living-History-Event“
23. August: Wendener Hütte – „Hüttenrock“
4. September: Henrichshütte Hattingen – „Mode mit Steel“
5.–6. September: Plettenberg – „Industriekultur in Plettenberg – eine Zeitreise für die ganze Familie“
11.–13. sowie 18.–19. September: Industriemuseum Menden – „Kunstfest Passagen Heimatsplitter“
17. Oktober: Westfälische Salzwelten – „Farbexplosion“
Die Veranstaltungen „Luise heizt ein – stahlblau – waldgrün“ und „Farbexplosion“ werden durch das Regionale Kulturprogramm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Neanderthal Museum bringt WM-Fieber in die Steinzeit
Die älteste Fan-Kurve der Welt
Zur Fußball-Weltmeisterschaft verwandelt das Neanderthal Museum ausgewählte Vormenschen-Rekonstruktionen in ungewöhnliche Fans. Lucy, Jebel Irhoud und Mr. N tragen Fanartikel ihrer Fundländer und zeigen, wie viel Evolution im Fußball steckt.
Im Neanderthal Museum wird zur Fußball-Weltmeisterschaft angepfiffen, und zwar mit ganz besonderen Fans. Einige der bekanntesten Rekonstruktionen früher Menschen und Vormenschen zeigen sich während der WM-Zeit im Fan-Look. Lucy trägt Farben mit Bezug zu Äthiopien, der Neanderthaler von La Chapelle verweist auf Frankreich und der frühe Homo sapiens von Jebel Irhoud auf Marokko. Mitten in der Ausstellung entsteht so vielleicht die ungewöhnlichste Fan-Kurve des Turniers: eine Fan-Kurve der Menschheitsgeschichte.

Fußball begeistert Menschen auf der ganzen Welt. Er bringt Generationen zusammen, schafft gemeinsame Momente und sorgt dafür, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Genau daran knüpft das Neanderthal Museum mit seiner Aktion an. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, ihre Lieblingsfigur im Fan-Look zu entdecken, selbst in Fan-Kleidung vorbeizukommen und Fotos oder Selfies in der Ausstellung zu machen.
„Fußball begeistert Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Genau das ist auch ein Ziel von Museen: Menschen zusammenzubringen, neugierig zu machen und gemeinsame Erlebnisse zu schaffen“, sagt Dustin Welper vom Neanderthal Museum. „Mit unserer kleinen Aktion möchten wir zeigen, dass Evolution kein trockenes Thema ist. Sie steckt in unserem Alltag, in unserer Bewegung und eben auch im Fußball.“
Denn so jung der moderne Fußball im Vergleich zur Menschheitsgeschichte auch ist: Viele Fähigkeiten, die ein gutes Spiel ausmachen, haben tiefe evolutionäre Wurzeln. Der aufrechte Gang brachte unseren Körper in Bewegung, wie wir sie heute kennen. Balance, Koordination und freie Beweglichkeit der Beine sind Voraussetzungen für Dribblings, Sprints und Torschüsse. Was heute im Stadion begeistert, beginnt also lange vor dem ersten Anpfiff.
Auch das Zusammenspiel hat eine lange Geschichte. Ob auf dem Platz oder in der Eiszeit: Allein kommt man nicht weit. Kommunikation, Aufmerksamkeit, gegenseitige Unterstützung und schnelles Reagieren aufeinander waren für frühe Menschen überlebenswichtig. Gesten, Blicke und Körpersprache gehören seit jeher zu den Grundlagen menschlicher Gemeinschaft. Heute entscheiden genau solche Fähigkeiten im Strafraum, beim Passspiel oder in der Abwehrkette über den nächsten Spielzug.
Mit der Aktion feiert das Neanderthal Museum die Fußball-Weltmeisterschaft auf seine eigene Weise: wissenschaftlich fundiert, familienfreundlich und mit einem Augenzwinkern. Die vielleicht älteste Fan-Kurve der Welt ist nur während der WM-Zeit zu sehen. Wer Lucy, Jebel Irhoud und Mr. N im Fan-Look erleben und ein Foto mit seiner Lieblingsfigur machen möchte, sollte die Gelegenheit nutzen. Nach dem Abpfiff verschwindet auch dieses besondere WM-Motiv wieder aus der Ausstellung.
IGA 2027-Roadshow unterwegs im Ruhrgebiet
Mobiles Besucherformat mit Informationen und Mitmachangeboten
Die Internationale Gartenausstellung Ruhrgebiet 2027 geht auf Tour: Mit der IGA 2027 Roadshow wird das grüne Großereignis bereits jetzt in der Region sicht- und erlebbar. Als mobiles Besucherformat informiert die Roadshow bei rund 50 Veranstaltungen im Ruhrgebiet über die IGA 2027, lädt dazu ein, die Zukunft des urbanen Lebens gemeinsam zu entdecken und schafft Vorfreude auf das kommende Jahr.
Schwerpunktmäßig ist die IGA-Roadshow rund um die Standorte der Zukunftsgärten unterwegs – aber auch auf vielen weiteren Stadtfesten, Kulturveranstaltungen und Events im gesamten Ruhrgebiet präsent. Im markanten grünen Kuppelzelt erfahren Besucherinnen und Besucher mehr über Themen, Projekte und Highlights der IGA 2027 – dem größten Gartenfestival Europas.
Dazu kommen kreative Mitmachangebote wie Keramiktöpfe bemalen und bepflanzen oder das Geschicklichkeits-Riesen-Jenga. Beim Fragenkarussell am Glücksrad dreht sich alles um Zukunftsthemen wie Artenvielfalt, Kreislaufwirtschaft, Ernährung, Klimaresilienz sowie Innovation und nachhaltige Stadtentwicklung.
Im direkten Austausch mit Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Gästen aus anderen Städten und Regionen steht dabei immer die zentrale Leitfrage der IGA 2027 im Mittelpunkt: „Wie wollen wir morgen leben?“ Gleichzeitig informiert das Team der IGA an jeder Station über den laufenden Kartenvorverkauf und lädt dazu ein, als Ehrenamtlicher Teil der Internationalen Gartenausstellung 2027 zu werden.
Alle Termine der IGA-Roadshow unter: www.iga2027.ruhr/iga-roadshow
Die IGA-Roadshow im Juni 2026:
| 4. bis 6. Juni | Landesturnfest NRW | Hamm |
| 13./14. Juni | Offene Gartenpforte | Ruhrgebiet |
| 20. Juni | Umweltmarkt | Duisburg |
| 20. Juni | Tourismustag, Hansastraße | Bottrop |
| 21. Juni | Bezirksfest KGV Schachtanlage Scholven | Gelsenkirchen |
| 22. Juni | Nachhaltigkeitstag FH/TU | Dortmund |
Internationale Gartenausstellung 2027 Ruhrgebiet
Vom 23. April bis 17. Oktober 2027 wird das Ruhrgebiet zur Bühne der Internationalen Gartenausstellung (IGA 2027). Erstmals findet die IGA nicht in einer Stadt, sondern in einer ganzen Region statt – und verbindet auf einzigartige Weise industrielles Erbe, moderne Garten- und Landschaftsarchitektur sowie zukunftsweisende Konzepte für Nachhaltigkeit und urbanes Leben. Unter dem Leitmotiv „Wie wollen wir morgen leben?“ geht die IGA 2027 weit über eine klassische Gartenschau hinaus. Sie ist eine Plattform für Zukunftsfragen und ein Impulsgeber für innovative Ideen im Bereich Klimaschutz, Mobilität, Stadtgrün und Lebensqualität.
100 Jahre U-Turm: Die Dortmunder Landmarke startet mit einem Jubiläumsfest ins Feierjahr
Der U-Turm feiert seinen 100. Geburtstag ein ganzes Jahr lang und startet mit einem großen Jubiläumsfest für die ganze Familie. Am Sonntag, 7. Juni, erwartet Besucher*innen ein vielseitiges Programm aus Kunst, Musik, Mitmachaktionen, Führungen und digitalen Erlebnissen.

© Erich Angenendt
Das große Familienfest ist der Start für ein Jubiläumsprogramm, das mit einer Ausstellung von Adolf Winkelmann über seine „Fliegenden Bilder“ am U endet. Eröffnet wird der Tag um 12 Uhr auf der „Sommer am U“-Bühne an der Leonie-Reygers-Terrasse mit einer offiziellen Begrüßung und Geburtstagstorte.
Im gesamten Gebäude gibt es kreative und interaktive Angebote. Familien können das Dortmunder U bei speziellen Führungen entdecken. Ein Highlight: Ein „Zeichenautomat“ gestaltet individuelle Kunstpostkarten zum Dortmunder U für die Besuchenden. Das machen im Inneren übrigens „echte“ Künster*innen.

© Stadt Dortmund / Roland Baege
Pralles Programm als Geburtstagsparty
Im Foyer zaubert die mexikanische Künstlerin Mar Atzin live digitale Kunstwerke auf die Wände unter dem Fulldome. Überhaupt spielen digitale Kultur und Medienkunst beim Jubiläum eine zentrale Rolle: Der HMKV bietet Workshops zu sicheren Passwörtern und Mini-Robotern an, während die FH Dortmund mit der „Digitalen Straße“ Augmented-Reality-Projekte präsentiert.
Das Forschungsprojekt flowAR stellt erstmals seine Arbeit vor: Mithilfe von Augmented Reality (AR) können auch Nutzer*innen ohne Vorwissen eigene digitale Inhalte gestalten und Teil einer interaktiven Kunstinstallation werden. Getestet wird das Projekt bei der Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) in Dortmund. Im IGA-Zukunftsgarten entsteht dann eine digitale Erlebniswelt, in der Besucher*innen per Smartphone virtuelle Kunstwerke, Animationen und Objekte entdecken können, die in die reale Umgebung eingebunden sind.
Die uzwei lädt mit der interaktiven „Balloon Battlebots Arena“ Kinder und Jugendliche zum Mitmachen ein und bietet Bastel- und Gamingaktionen. Das Museum Ostwall lädt zu künstlerischen Zukunftsvisionen für das Dortmunder U ein, und im Krams&KunstLabor in der Ausstellung „Müll“ auf der Ebene 6 entstehen fantasievolle Recycling-Skulpturen.
Ergänzt wird das Programm durch Filmvorführungen, Rätselaktionen, Luftballonkunst und gastronomische Angebote auf der Dachterrasse des BRAUTURM. Zu einer Geburtstagsparty gehört auch Musik: Die Chorakademie sorgt mit ihrem Kinderchor rund um das Thema „100 Jahre U-Turm“ für musikalische Stimmung. Später tritt unter anderem die Jazz Band der TU Dortmund auf.
Vom Brauereiturm zum Kulturstandort
Der Dortmunder U-Turm entstand 1926/27 als Gär-, Kühl- und Lagerhochhaus der Union-Brauerei. Als erstes Hochhaus Dortmunds entwickelte sich das Gebäude schnell zu einem Wahrzeichen der Industrie- und Bierstadt. Seit 1968 leuchtet das goldene „U“ als Firmenzeichen auf der Dachkrone und prägt seit Jahrzehnten die Skyline Dortmunds.
Nach dem Ende der Brauproduktion 1994 stand das Gebäude zunächst leer. Für die Kulturhauptstadt RUHR.2010 begann der Umbau zum offenen Zentrum für Kunst, Kultur, Forschung und kreative Bildung. Heute vereinen Einrichtungen wie das Museum Ostwall, der Hartware MedienKunstVerein (HMKV), die uzwei, die TU Dortmund und die FH Dortmund Kunst, Wissenschaft, Medien und kulturelle Bildung unter einem Dach. Die historische Industriearchitektur blieb erhalten und verbindet sich heute mit offenen Kultur- und Ausstellungsräumen.
Die „Fliegenden Bilder“ von Adolf Winkelmann verleihen dem Gebäude zusätzlich seine unverwechselbare mediale Präsenz – sie bestehen aus der weithin sichtbaren „Bilderuhr“ auf der Dachkrone, den „Ruhrpanoramen“ im Windfang im Eingangsbereich und den virtuellen „Neun Fenstern“ in der Vertikalen, die das Rolltreppefahren zum Erlebnis machen.
Ein Jahr voller Ausstellungen, Filme und Projektionen
Das Jubiläumsjahr begleitet das Dortmunder U mit Ausstellungen, Filmreihen, Vorträgen und digitalen Kunstprojekten:
- Veranstaltungsformate wie der „Kleine Freitag“ widmen sich der Geschichte des Hauses.
- Zur ExtraSchicht und zur DEW21 Museumsnacht laufen Filmklassiker wie „Moderne Großstadt Dortmund“, „Gestatten Dortmund“ sowie die WDR-Dokumentation „Geheimnis Dortmunder U“. Bei diesen Großveranstaltungen lädt auch die Performance „Hopfen und Malz“, die bereits in der Ausstellung „Am Tisch“ gezeigt wurde, erneut zu „Thekengesprächen“ ein. Marie Donike und Johannes Specks begrüßen Gäste an ihrer mobilen, u-förmigen Theke.
- Die TU Dortmund präsentiert eine Filmereihe mit Klassikern, die sich mit dem Thema „Großstadtvisonen“ beschäftigen.
- Eine Ausstellung rund um das beliebte Fassadenmapping auf dem Dortmunder U bereitet das Digitale Koproduktionslabor (KoLab) vor.
- Ab März 2027 präsentiert der HMKV zudem eine Ausstellung von Daniel García Andújar. Der spanische Künstler war 1998 bereits in der Ausstellung „Reservate der Sehnsucht“ vertreten, die ein wichtiger Impuls für die spätere Entwicklung des Dortmunder U zum Zentrum für Kunst und Kreativität war.
Adolf Winkelmann klappt zum Abschluss den U-Turm auf
Den Abschluss des Jubiläumsjahres markiert die Ausstellung „Winkelmann klappt den U-Turm auf“, zu sehen vom 6. März bis zum 15. August 2027. Adolf Winkelmann macht darin erstmals den Entstehungsprozess seiner „Fliegenden Bilder“ öffentlich sichtbar. Es gibt ein Wiedersehen mit Highlights aus den vergangenen Jahren: Die gesamte Ebene 6 verwandelt sich in einen groß angelegten Bildraum mit LED-Installationen, Lichtobjekten und raumhohen Projektionen. Die Ausstellung thematisiert die technische, künstlerische und gesellschaftliche Bedeutung des Werkes und richtet den Blick zugleich auf die kulturelle Zukunft des Dortmunder U.

© Stadt Dortmund / Silke Hempel
Das Jubiläumsprogramm verbindet die Geschichte des ehemaligen Brauereiturms mit seinem heutigen Profil als offener Ort für Kunst, Kultur, Bildung und digitale Experimente – und macht den Wandel des Dortmunder U für Besucher*innen unmittelbar erlebbar.
dortmunder-u.de/event/100-jahre-u-turm

