Ein Jahr voller Höhepunkte.

Der Frühling ist in vollem Gang, Zeit für das LWL-Freilichtmuseum Detmold, in die Saison zu starten. Die Tore öffnen am 28. März wieder für die Besucher:innen.

LWL-Freilichtmuseum Detmold startet in die neue Saison 2026



Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) steht vor einem Jahr voller Veranstaltungen: Anfang Juli wird das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude nach vier Jahren Bauzeit eröffnet. Damit erhält das Museum ein von Anfang an vorgesehenes Gebäude, in dem die Besuchenden ihren Besuch des Freilichtgeländes beginnen können. Zeitgemäße Serviceeinrichtungen sowie ein Shop und ein Bistro stehen am Beginn des Museumsbesuchs.

LWL-Freilichtmuseum Detmold startet in die neue Saison 2026



Darüber hinaus erwartet die Besucher:innen ein breites Angebot an Aktivitäten und Ausstellungen: vom interaktiven Geländemodell im Eingangsbereich über die neue Mühlenwerkstatt für Kinder bis hin zur 900 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche. Hier eröffnet das Museum Anfang Oktober die erste große Sonderausstellung „Materia – Lehm, Holz, Stroh, Beton“ (2.10.bis 4.4.2027).

„Das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude wird dem LWL-Freilichtmuseum Detmold eine enorme Strahlkraft über die Region hinaus verleihen. Es soll damit eine Vorreiterrolle in der deutschen Museumslandschaft einnehmen und setzt neue Maßstäbe für nachhaltiges Bauen und zukunftsweisende Technologien“, erklärt Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL.



Namensänderung

Mit der Eröffnung des neuen Eingangs- und Ausstellungsgebäudes wird aus dem LWL-Freilichtmuseum Detmold das „LWL-Museum Hellerlecht | Detmold, Westfälisches Landesmuseum für Kultur und Geschichte“.

„Die Namensänderung passt zu der Weiterentwicklung des Museums ab diesem Jahr: Wir wechseln nach 55 Jahren in den Ganzjahresbetrieb. Von April bis Oktober mit Angeboten ‚drinnen und draußen‘ und im Winterhalbjahr mit herausragenden Sonderausstellungen im neuen Gebäude“, erklärt Museumsdirektorin Dr. Marie Luisa Allemeyer.



Im „Forum“, so wird das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude zukünftig heißen, wird bewusst auf die konsequente Verarbeitung traditioneller, regionaler und auch nachwachsender Rohstoffe wie Holz, Stroh und Lehm gesetzt. Zwei große tragende Stampflehmwände nehmen die Feuchtigkeit aus den Räumen auf und sorgen für ein angenehmes Raumklima. Der „Plusenergie-Ansatz“ macht das Gebäude außerdem besonders effizient: Mit einer Kombination aus Geothermie und Photovoltaik kann der Energiebedarf vor Ort gedeckt werden.



Diese Neueröffnung feiert das Museum Detmold vom 3. bis 5. Juli mit einem eintrittsfreien Festival. Während der dreitägigen Veranstaltung haben die Besucher:innen die Gelegenheit, das neue Forum mit all seinen Räumen und Möglichkeiten zu entdecken und gleichzeitig ein abwechslungsreiches Programm zu genießen.

Erste große Sonderausstellung


„Ab Oktober können wir unseren Besucher:innen Objekte aus unserer reichhaltigen Sammlung zeigen, die wir bisher aufgrund ihrer Empfindlichkeit nie ausstellen konnten. Das eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten.“, so Allemeyer. „Wir möchten unsere Museumsobjekte gemeinsam mit beeindruckenden Leihgaben aus nationalen wie internationalen Museen, Galerien und Privatsammlungen zeigen.“



Die Sonderausstellung „Materia“ wird in Schlaglichtern exemplarisch Kulturgeschichten erzählen, die sich mit den vier Materialien Lehm, Holz, Stroh und Beton auseinandersetzen. Die Materialien werden seit Jahrhunderten und in den verschiedenen Weltgegenden verwendet – dies soll nun zentraler Bestandteil der Sonderausstellung sein.

Ein weiterer Höhepunkt: Aktuell restauriert das Team einen Speicher aus dem Mittelalter, der Teil der ersten Ausstellung wird. Der Speicher stammt aus Südlohn-Oerding im Kreis Borken und ist auf das Jahr 1482 datiert – somit wird es möglich sein, ganze Gebäude in der Ausstellungshalle zeigen zu können.

Schon vor der Sonderausstellung wird es bereits zum Saisonstart einen Vorgeschmack in Form von fünf Geländestationen geben, die die vier Materialien thematisieren. So soll eine Verbindung zwischen dem neuen Forum und dem Einsatz der gleichen Materialien im Gelände entstehen.

Restaurierungsprojekte im Freigelände


Neben dem Speicher aus dem Mittelalter arbeitet das Museumsteam aktuell noch an mehreren Bauprojekten im Gelände: Im Lippischen Meierhof, der gerade saniert wurde, wir künftig das Thema „Trauer“ eine zentrale Rolle in der Ausstellung einnehmen. Dies ist eine Fortsetzung der bereits neu entstandenen Narrative „Taufe“ im Gräftenhof und der „Hochzeit“ im Mindener Hof.

Darüber hinaus werden in dieser Saison die Restaurierungsarbeiten an der Schule Thöningsen abgeschlossen und die Schule wieder für die Besucher:innen geöffnet. Ebenfalls saniert werden zwei der drei Mühlen: An der Bockwindmühle wird der Hammer, ein Balken auf dem die Mühlenkonstruktion ruht, getauscht, und an der Kappenwindmühle wird das Flügelkreuz erneuert.

Ein Garten für die Zukunft


Neben den diversen Bauprojekten erhält das LWL-Freilichtmuseum Detmold eine Förderung der Stiftung NRW für das Bildungsprojekt „Ein Garten für die Zukunft“ am Haus Remberg. Hier können die Schüler:innen, die zukünftig dort übernachten, aktiv an der Gartenpflege und Ernte teilhaben und so praktisch Nachhaltigkeit, Verantwortung und Gemeinschaft erleben.

LWL-Freilichtmuseum Detmold startet in die neue Saison 2026
Der Landesdirektor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Georg Lunemann, und Museumsdirektorin Dr. Marie Luisa Allemeyer freuen sich auf die Highlights der Saison 2026 des LWL-Freilichtmuseums Detmold.



Großveranstaltungen im Herbst und Winter


Neben dem Festival im Juli stehen auch die bekannten Großveranstaltungen fest im Programm des Museums: der „Freilichtgenuss“ findet am 5. und 6. September statt, und auch der beliebte Museumsadvent lädt vom 4. bis 6. Dezember dazu ein, ein Wochenende in weihnachtlicher Atmosphäre um 1900 zu erleben.

Eine besondere Neuerung im kommenden Winter: Das Forum wird ab dem Zeitpunkt der Eröffnung ganzjährig geöffnet sein. So können die aktuelle Sonderausstellung, der Shop, das Café oder auch kleinere Mitmachprogramme ganzjährig besucht werden. Durch diese Umstellung ergibt sich ein weiterer Vorteil für die Besucher:innen. In diesem Jahr wird es insgesamt neun eintrittsfreie Tage geben: Am 28. März (Saisoneröffnung), 17. Mai (Internationaler Museumstag), 3. Bis 5. Juli (Festival), 7. August, 4. September, 2. Oktober und am 6. November.

Neues Kombiticket im Nahverkehr


Für die bequeme Anreise zum Museum sorgt passend zum Saisonstart ein neues Kombiticket, dass das Museum in Kooperation mit der Stadtverkehr Detmold GmbH (SVD) entwickelt hat. Das Ticket wird 13 Euro für Erwachsene kosten und beinhaltet ein 24-Stunden-Tagesticket oder ein Wochenendticket für die Nutzung der Busse der SVD, den Eintritt in das LWL-Freilichtmuseum und einen Gutschein über 3 Euro für die Museumsgastronomie. Das Kinderticket gibt es für 2 Euro, ein Familienticket kostet 25 Euro inklusive 10 Euro Gastronomiegutschein.

Weitere Informationen zum Programm gibt es im Internet unter https://www.lwl-freilichtmuseum-detmold.de.

Anfahrt mit der Bahn

Entweder nimmt man vom Bahnhof Detmold den Bus und fährt bis zum Freilichtmuseum oder man geht zu Fuß vom Bahnhof aus. Der Fußweg beträgt ca. 2.300 m (wie man auch hier lesen kann). Man erreicht das Freilichtmuseum zu Fuß in ca. 25 – 30 Minuten.