Ausstellung vom 28. November 2025 bis 22. März 2026 im Museum für Gegenwartskunst Siegen.

Giorgio Morandi (1890-1964 in Bologna) ist für seine Stillleben und Landschaftsbilder bekannt. Zeit seines Lebens widmete er sich der Darstellung einfacher, alltäglicher Objekte wie Flaschen, Krügen, Vasen und Schalen.

Auf der Leinwand schuf er mit den Gefäßen immer wieder neue Arrangements, so dass trotz ähnlicher Gegenstände kein Bild dem anderen gleicht. Sie tragen alle denselben Titel: „Natura Morta“, zu Deutsch „Stillleben“. In ihnen findet sich sogleich eine konzentrierte Ruhe und Reduktion auf wesentliche Formen und zarte Farben. Morandis Bilder sind schlichte, nahezu minimalistische Darstellungen.

Auch an der Bezeichnung der Landschaftsdarstellungen, deren Titel „Paesaggio“, also „Landschaft“, lautet, hielt der Maler dauerhaft fest. Dabei handelt es sich um eher kleinformatige Bilder, die Wesentliches der italienischen Landschaft rund um Morandis Wohnort wiedergeben: Die erdigen Töne der Natur im Zusammenspiel mit den warmen, mediterranen Farben der Häuser bilden ein harmonisches Bild der Umgebung des Malers.

Rubenspreis
Für seine klare und aussagekräftige Malerei erhielt der Künstler 1962 den Rubenspreis (*) der Stadt Siegen.
(*) Der Maler Peter Paul Rubens ist Namensgeber des Rubenspreises der Stadt Siegen. Er wurde 1577 in der Siegener Oberstadt geboren und war einer der gefragtesten und erfolgreichsten Barockmaler. Seine Gemälde sind auf der ganzen Welt bekannt. Als Maler am Hof des spanischen Königs wurde er sehr geschätzt. Darüber hinaus war er auch als Diplomat tätig, der sich während des Dreißigjährigen Krieges für den Frieden zwischen Spanien und England einsetzte. Als wohlhabender und angesehener Mann starb Rubens im Alter von 63 Jahren in Antwerpen.
Die retrospektive Ausstellung „Giorgio Morandi. Resonanzen“ im Museum für Gegenwartskunst Siegen geht dieser besonderen Position Morandis in der Kunst der letzten 80 Jahre nach. Sie zeigt mehr als 80 Werke des Malers vom Frühwerk der 1920er bis in die 1960er Jahre.


Dabei setzt die Präsentation bei der umfassenden Morandi-Werkgruppe der Sammlung Lambrecht-Schadeberg an und erweitert diese mit Leihgaben aus deutschen und europäischen Sammlungen.

Werke anderer Künstlerinnen und Künstler
Zugleich macht sich die Ausstellung das Prinzip Morandis zu eigen und zeigt die Werke in Dialog mit älteren und jüngeren Werken anderer Künstler*innen, darunter Josef Albers, Anna & Bernhard Blume, Gustave Caillebotte, Tacita Dean, Walter Dexel, Peter Dreher, Raoul Dufy, Lucian Freud, Candida Höfer, Cornelis Jacobsz Delff, On Kawara, Sol Lewitt, Edouard Manet, Claude Monet, Simone Nieweg, Franziska Reinbothe, Willem de Rooij, Karl Peter Röhl, Cy Twombly und Jan van der Velde.


Mit insgesamt über 100 Werken wird die Ausstellung selbst die Resonanzen zwischen einzelnen Motiven und Bildern erzeugen, indem sie Bezüge zwischen Ähnlichem sichtbar macht und Unterschiedliches zum Sprechen bringt.
Mehr Informationen zum umfangreichen Begleitprogramm finden Sie unter: www.mgksiegen.de

