
50 Frauen, ein Weltstar und die Poesie des Menschseins.
Ausstellung vom 26. Juni bis 1. November 2026.

„Meine Arbeit will immer Brücken bauen, Fragen stellen, Schönheit in den Alltag der Menschen bringen; Verbindungen zwischen Menschen schaffen, ohne dass Hautfarbe, Ideologie, Religion oder Geographie eine Rolle spielen“
Jaume Plensa
Die Ausstellung präsentiert die bislang größte museale Einzelausstellung des spanischen Bildhauers Jaume Plensa, dessen Werk darauf abzielt, Menschen über kulturelle, religiöse und geografische Grenzen hinweg zu verbinden. Im Mittelpunkt seines Schaffens steht der Mensch, besonders die weibliche Figur. Rund 50 eindrucksvolle Frauenporträts geben einen tiefen Einblick in seine poetische, kontemplative Kunst.


Plensa ist international vor allem für seine monumentalen Skulpturen im öffentlichen Raum bekannt, die weltweit zu sehen sind. Auch in Deutschland hat er bedeutende Werke realisiert. Die Ausstellung wird von großen Arbeiten wie „Flora“ (2021) und „Invisible Anna“ (2018) eingerahmt, die seine charakteristische Mischung aus Kraft, Transparenz und stiller Präsenz verkörpern.

In seinen eigenen Worten versteht Plensa jeden Menschen als einen „Ort“ – einen lebendigen Raum voller Geschichte und Bedeutung. Seine Kunst bewahrt dieses menschliche Gedächtnis und lädt dazu ein, über Identität, Schönheit, Vergänglichkeit und Verbundenheit nachzudenken.



Plensa verbindet Kunst, Poesie und Spiritualität auf eine Weise, die Menschen weltweit berührt. Seine Skulpturen wirken oft still, meditativ und universell verständlich – unabhängig von Sprache, Kultur oder Herkunft. Viele seiner Werke stehen im öffentlichen Raum und sind damit für alle zugänglich.
„Jaume Plensa stützt sich auf die Jahrhunderte alte Tradition der Bildhauerei, die schon in der Antike versucht hat, das menschliche Antlitz als Spiegel der Seele darzustellen. In den verschiedenen Städten dieser Welt, in den verschiedenen Ländern, in Kontinenten dieser Welt porträtiert er Menschen, deren Geschichten sich in den Skulpturen weitertragen. Es sind zufällige Begegnungen mit Menschen, die er fotografiert und das sind die Grundlagen für seine Kunst, für die Frauen, die hier in der Ausstellung zu sehen sind. Plensa bildnerische Sprache ist universell. […] Er erinnert uns daran, wie eng wir als Menschen miteinander verbunden sind.“
Walter Smerling, Direktor MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst


Jaume Plensas Werk lässt sich als eine poetische Erforschung des Menschseins verstehen. Seine Skulpturen wirken oft still, meditativ und zugleich monumental – ein Spannungsfeld, das seine Kunst prägt. Plensa verbindet Materialität und Geist, Körper und Sprache, Stille und Kommunikation zu einer eigenen, universellen Bildsprache.

„Jeder Mensch ist ein ‚Ort‘. Jede Frau, jeder Mann, jedes Kind, jeder ältere Mensch ist ein bewohnbarer Raum, bewegt und sich entfaltend; ein ‚Ort‘ in der Zeit, in der Geographie, in Volumen und in Farbe.
Ganze Städte gebaut aus Körpern, die sich wie Türen öffnen und schließen. Flackernde Lichter. Immer wenn ein Mensch stirbt, schließt sich ein Haus und ein ‚Ort‘ geht verloren.
Meine Arbeit ist ihr Gedächtnis. Die eingefrorene Fixierung so vieler, vieler Körper, die sich entfalten und in der Flüchtigkeit des Lichts verschwinden.
Mein Werk ist ihre Verkörperung.“

Weitere Informationen finden Sie unter: www.museum-kueppersmuehle.de

